Die sonderbaren Erlebnisse, wundersamen Ereignisse und der ganze langweilige Alltag des Eugen Pletsch...

Endlich haben Deutschlands Golfer was zu lachen
Weiterhin bastele ich jeden Tag am Cybergolf-Relaunch rum und entdecke dabei immer wieder Texte, die noch nicht online waren oder für neue Leser durchaus mal wieder veröffentlich werden können.

Wobei ein Text wie Warum Golf 'cool' ist aus dem „Weg der weißen Kugel“ stammt und ich scheue mich mittlerweile nicht, solche Texte für gewisse Leute, die das offensichtlich brauchen, als Satire zu kennzeichnen.

Aber warum ich heute keinen Blog schreibe ist ganz einfach: Um 11 Uhr wird bei uns im Golfpark Winnerod anlässlich des Saison-Ausverkaufs der Grill angeschmissen und die ersten Winneröder Bratwürschtel werden aufgelegt.

Ich werde ab ca. 13 Uhr vor Ort sein um mir Winterfett anzufressen bzw. um in der Lobby einige Preziosen aus meiner Golf-Sammlung feilzubieten, darunter auch meisterhafte Golf-Tuschen von Klaus Holitzka.

Wer sich nicht für Golfbilder und Würschtel interessiert sondern etwas über Golf lesen möchte, der sei heute mal an den Alpengolfer verwiesen, der gerade einen interessanten Newsletter über Clubfitting veröffentlich hat.

Über Golf kann ich ohnehin nichts schreiben, weil sich Martin Kaymer in einem Interview bei Sky Sports bereits klar darüber geäußert hat. Jetzt wissen wir, warum sich nicht mehr deutsche Spieler auf der European Tour etablieren: Weil sie sich keine klaren Ziele setzen. "Da werden viele Ausreden gesucht", meint Kaymer.

Er moniert, dass „manche Spieler zehn bis zwölf Jahre auf der Pro Golf Tour spielen und mit Mitte 30 nicht vom Fleck kommen. Irgendwann sollte man merken, ob man entweder nicht gut genug ist oder zu wenig trainiert.“
Ja, da gibt es einige. Denen geht es von zu Hause aus zu gut, die müssen sich nicht überarbeiten. Und andere haben wegen der extrem gestiegenen Kosten auf der Tour trotz erster Erfolge mangels Sponsoren keine Chance.

Aber Kaymers Ansicht nach „fehlt da der Wille“. Na gut. Warum er sich nicht in der Weltspitze etablieren konnte, hat vielleicht die ähnliche Gründe, wie die, die er beim deutschen Nachwuchs sieht: Sie könnten nur bei perfekten Trainingsbedingungen spielen, etwa 25 Grad und natürlich brauchen sie ganz neue Bälle auf der Driving Range, sowie einen perfekten Golfplatz. Dass sowas verweichlicht, sieht man an mir. Wir haben in Winnerod zwar neue Rangebälle und einen perfekten Golfplatz, aber leider keine 25 Grad, weshalb ich heute wieder nicht spielen kann und nur Würschtel fressen werde.

Andererseits muss man fragen: Sind diese perfekten Trainingsbedingungen nicht genau das, was Deutschlands Ranglisten-Nummer 1, Xander Schauffele, normalerweise in den USA vorfindet?
Wie  konnte der sich dann trotz dieser perfekten Trainingsbedingungen auf der US-Tour etablieren?
Liegt es nur daran, dass er den Willen hat?

Oder liegt es vielleicht auch daran, dass ihm das deutsche Kadertrainings- und DGV/PGA Trainer-Geschauffele erspart geblieben ist. Golfschwung-fixiertes Paralysis-by-analysis-Syndrom – versus maximaler Spielfreude bei einem Zielsport?

Wir wissen es nicht - und ich schon gar nicht.

Ihr / Euer

Eugen Pletsch

 Clubhaus Winnerod

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