Die sonderbaren Erlebnisse, wundersamen Ereignisse und der ganze langweilige Alltag des Eugen Pletsch...

Endlich haben Deutschlands Golfer was zu lachen

Geht es nur mir so? Hängt meine absolute Unlust irgendetwas zu machen mit dem Wetter zusammen oder dämmert die Erkenntnis, dass jegliches Tun angesichts eines Atomkrieges ohnehin für die Katz ist…?

OK, man könnte Apfelbäumchen pflanzen und dabei auf keinen Fall in den Feuerball schauen oder an Bernhard Langer schreiben. Etwa so:

„Lieber Herr Langer, Sie kennen doch den Trump. Können Sie dem nicht mal sagen, dass ein Atomkrieg total schlecht für die Grüns (auch auf seinen Plätzen) wäre? Vielleicht weiß er nicht, dass der Dreck aus Nordkorea hier rüberweht? Auf diese Weise könnten Sie die Welt retten, was mehr zählt als noch mehr Major-Titel!“


Aber ich habe dem Bernhard dann doch nicht geschrieben.

Überhaupt fragt sich, ob Trump wirklich der Kriegstreiber ist und nicht dieser Fundi-Christ aus seinem Stab. Ein Atom-Krieg wäre für Taliban-Christen nämlich das heiß ersehnte Armageddon, dem der gesamte Bibel-Gürtel der USA entgegenfiebert. Die Guten werden dabei verschont, während die Bösen, also die Gelben und Schwarzen und aus unserer Sicht die Nazi-Ossis, sowie allerlei Schlangengezücht (Medien) und russische Hacker, werden gerichtet und alle in einem Topf geröstet.
Gerichtet vom höchsten Herrn höchstpersönlich, dem mosaischen Killer-Despoten, der dem fiesen Allah in nichts nachsteht was Grausamkeit angeht, wenn es nicht sogar ein und derselbe Halunke ist, der den Sprengstoffgürtel, die Scharia, die Kreuzzüge und Hexenverbrennungen erfunden hat.

Aber: Wer da oben wer ist, weiß niemand....außer vielleicht Sarah Silverman, die sich in Gottesfragen gut auskennt und von Jesus persönlich besucht wurde.

Die Weltsicht der Taliban-Christen, nach der die weiße Rasse die Guten sind, führt zu dem Artikel Die Augen des Tigers von Evelyn Roll, der kürzlich in golf spielen erschien (und noch auf manchem Club-Tresen rumliegen müsste).
Solltet Ihr lesen! Frau Roll zeigt darin viel Empathie gegenüber Tiger und spricht zudem ein Thema an, dass im Golfsport allgemein Tabu ist: Den allgegenwärtige Rassismus. Wirklich mutig von Frau Roll.

(Ich habe schon mal eine lobende Mail auf einen Roll-Artikel an die golf spielen-Redaktion verschwendet, das kann man sich sparen. Aber hier, an dieser Stelle: Chapeau! )

Ja, der Tiger! Da hat er nun eine Milliarde Dollar verdient, aber selbst das reicht nicht, um ein paar fiese Polizisten davon abzuhalten, seine traurige, ganz private Geschichte in die Weltöffentlichkeit hinaus zu blasen.
Nun ist Tiger am Boden, die Meute tritt zu und alles, was er für den Golfsport tat, scheint vergessen. Welche Bedeutung er hatte, darüber schreibt Evelyn Roll, aber auch über die Traumatisierung, die Klein-Tigers Folter-Vater dem Jungen verpasst hat. Ist das der Grund für Tigers Faible mit Elite-Soldaten Krieg zu spielen? Wenn er sich dabei verletzte, wie Hank Haney erzählte, hält sich mein Mitgefühl für Tiger jedoch in Grenzen, egal ob er schwarz, grün oder lila pigmentiert ist.

In dem Zusammenhang: Kürzlich hörte ich im Radio eine Sendung über Rassentheorien. Es ging um die Wiederkehr eines wissenschaftlichen Rassismus, der durch die Genomforschung und die personalisierte Medizin wieder salonfähig werden könnte. Das meint zumindest die Anthropologin Nina Jablonski in einem interessanten Heise-Artikel.
Und es ging um Kant. Ich wusste gar nicht, was der alte Kant für ein schlimmer Finger war! Zwar war es François Bernier, der die Europäer (weiße Rasse) auf die Idee brachte, sich für was Besseres zu halten, indem er die Bezeichnung „Rasse“ im Sinne einer taxonomischen Gliederung der Menschheit (als Synonym zu „Art“) gebrauchte. (Zitat: Wiki).

Zuvor hatten sich die Menschen zwar auch schon aus den irrsinnigsten Gründen gemeuchelt und gemordet, aber nicht aus dem Gedanken einer rassischen Überlegenheit heraus. Kant war es, der diesen Unfug als weltbekannter Philosoph salonfähig machte.

Zitat Heise: „In der Mitschrift der Vorlesung über "Physische Geographie" (1755) war der Rassismus bei Kant noch vollausgeprägt. Kulturell ganz oben standen natürlich die weißen Europäer, wozu er auch die Araber und Perser rechnete, während die Indianer das Schlusslicht bilden: "In den heißen Ländern reift der Mensch in allen Stücken früher, erreicht aber nicht die Vollkommenheit der temperierten Zonen. Die Menschheit ist in ihrer größten Vollkommenheit in der Rasse der Weißen. Die gelben Indianer haben schon ein geringeres Talent. Die Neger sind weit tiefer, und am tiefsten steht ein Teil der amerikanischen Völkerschaften." Schlicht in allem sind die Europäer überlegen: "Der Einwohner des gemäßigten Erdstriches, vornehmlich des mittleren Teiles desselben ist schöner an Körper, arbeitsamer, scherzhafter, gemäßigter in seinen Leidenschaften, verständiger als irgend eine andere Gattung der Menschen in der Welt. Daher haben diese Völker zu allen Zeiten die anderen belehrt und durch die Waffen bezwungen."

Damit wären wir wieder bei Tiger, dem sein Platz im Käfig zugewiesen wurde und bei Trump, der nun Nordkorea (die Schlitzaugen, obwohl Trump selber welche hat) entweder belehrt oder durch Waffen bezwingen muss.

Vielleicht sollte ich doch dem heiligen Bernhard schreiben, (oder beten?) damit er das Schlimmste verhütet. Ein Atomkrieg würde nämlich das frühzeitige Ende dieser Golfsaison bedeuten, die ohnehin beschissen genug war, oder?

Ihr /Euer

Eugen Pletsch

PS: In dem Zusammenhang sei auch auf den Film AWAKE hingewiesen, der derzeit auf Netflix läuft. Purer Rassismus, wie paramilitärische weiße Bullen den zumeist indigenen ‚Hüter des Wassers‘ am Standing Rock Pfefferspray in die Augen schießen. Brutale Staatsmacht, dort, hier, überall, auf der Payroll des militärisch-industriellen Bankenkomplexes.

 

Powered by Spearhead Software Labs Joomla Facebook Like Button