Die sonderbaren Erlebnisse, wundersamen Ereignisse und der ganze langweilige Alltag des Eugen Pletsch...

Endlich haben Deutschlands Golfer was zu lachen

Seit ca. 1998 schreibe ich online über Themen rund um das Golfspiel. Irgendwann hörte ich, dass man das "bloggen" nennt. Mal hieß mein 'Blog' Golfgaga, dann lange Zeit Golftagebuch, seit kurzem Pletschblog. (Die letzten Jahre meines Golftagebuches ab 2012 - 2016 sind im Blog rechts verlinkt). In der Winterpause gibt es nur hin und wieder Lebenszeichen...

6.12.2016
Liebe Frau Oelmann,
wir arbeiten dran. Der Blog wird wieder verändert, mit Überschrift und jeweils einem Text. Ich sehe es ja ein, zumal ich jetzt nicht mehr erkennen kann, welche Texte wieviele Zugriffe haben, was insofern wichtig ist, als es mir nur diese Zahlen Aufschlus darüber geben, ob da draußen noch irgendwer lebt und liest.Änderungen erfolgen in den nächsten Tagen, wobei es beim Namen PletschBlog bleibt, denn ein "Golftagebuch" führe ich mangels Golf derzeit nicht mehr, mal abgesehen davon, dass mich die Bildsprache moderner Golfblogs längst überholt hat und ich als einer der letzten Saurier des Golfgeschehens weit weg vom brodelnden Ideen-Vulkan (DGV) meine letzten Jahre in stiller Zurückgezogenheit verbringen möchte...
ES SEI DENN, JEDER LESER BESTELLT VOR WEIHNACHTEN FÜNF EXEMPLARE MEINER ANMERKUNGEN DAMIT ICH NÄCHSTES JAHR NOCH EINMAL NACH SCHOTTLAND FAHREN KANN!

4.12.2016, die Dritte....
Kaltes, klares Wetter und ich konnte noch ein paar Meter in der Sonne laufen, bis die Lesung meines Freundes Henrich Dörmer begann, der im Golfpark Winnerod aus seinem Hessen-Krimi „Bunkerschlag“ las.
Viele Besucher waren da, aber die meisten von extern. Ich hätte mir mehr Clubmitglieder gewünscht, aber das ist die Crux mit den Kulturveranstaltungen in Golfclubs. Wenn es nichts zu Saufen gibt oder um Preise und Handicap-Unterspielungen geht, dann lassen sie sich nicht blicken, die Herrschaften.
Dabei sind Kulturveranstaltungen in Golfclubs eine ideale Möglichkeit, um über neue Gäste (und somit Golfer) über die mentale Schwelle eines Golfclubs zu locken.
In den USA haben viele Clubs Event-Manager, denn die Plattform Golfclub bietet Sponsoren eine hochinteressante Zielgruppe. Aber hierzulande, wo jeder nach mehr Mitgliedern schreit, ist es sozusagen zwecklos, Clubs auf "Kulturveranstaltungen" anzusprechen.
Ich hatte ca. 30 Clubs mit Jubiläen in 2016 angeschrieben und eine Lesung angeboten. Nur ein Club hat überhaupt geantwortet und der ging davon aus, dass ich drei Tage Vorbereitung, eine Zweitages-Reise und eine Lesung zum Nulltarif anbiete. Geht‘s noch? Dass ich von den anderen 29 Clubs und deren ehrenwerten Präsidenten nicht mal eine kurze Absage erhielt, motivierte mich zwar zu einer GolfTime-Glosse, in der Präsidenten Fahrenbach eMail schreiben lernt und einen Computerkurs macht, hat aber offensichtlich keinen anderen Präsidenten motiviert, die Mindestgebote digitaler Höflichkeit zu erlernen.
Deshalb habe ich es aufgeben zur Entwicklung des Golfsports im Entwicklungsland Deutschland etwas beitragen zu wollen. Und meine GolfTime-Kolumne habe ich übrigens auch aufgegeben. Heft 8 beschreibt Fahrenbachs Abschied. Er hat die Nase voll und ich auch.

Zum Nulltarif spiele ich höchstens auf meiner Gitarre: Gestern Abend hatte ich meinen 3. Auftritt, zur Eröffnung einer kleinen Boutique in einem Motoradladen in einer alten Scheune, der einem Museum gleicht. Andy spielte wieder die Mundharmonika, wieder spielen wir alte Dylan-Songs und Bluesstücke, bevor zwei andere Kollegen mit ihren Gitarren zuschlugen und erstmals gelang es mir nachzuvollziehen, warum Oliver Heuler vor einiger Zeit derart vom Motorrad-Rausch gebeutelt wurde, zumindest kann ich es vermuten: Niemand in der Szene redet über Golf, was auch mal ganz gut tut.

Tigers Comeback-Versuch habe ich, trotz Myskow als Kommentator, teilweise mitverfolgt. Der Gedanke, dass er tatsächlich wieder auf früherem Niveau spielen könnte, ist fast so surreal wie die Meldung des DGV, nach der deutsche Golfanlagen im DGV-Golfbarometer Zufriedenheit äußern(!).
Die „Einnahmenentwicklung im Greenfeebereich“ war in 40 Prozent der Clubs rückläufig, da müsste eigentlich in jeder Firma Panik ausbrechen, aber weil die Einnahmen bei 80 Prozent der Anlagen durch Mitgliedsbeiträge gestiegen oder gleich geblieben sind, konnte man das irgendwie ausbügeln.
Da kommt die Frage auf, wie lange das die Mitglieder noch mit sich machen lassen?
Wer nach dieser Golfsaison Zufriedenheit äußert, lügt sich in die Tasche, zumindest was die Golf-Industrie betrifft. Ein Hardware-Händler sagte mir kürzlich am Telefon, dass die ganze Saison 2016 für fast jeden beschissen gewesen sei. Hoffen wir auf Besserung in 2017.

Winterlicher Teich an der 18 im Golfpark Winnerod

30.11.2016
Wer im nächsten Jahr Schottland auf dem Schirm kann (saufen, Schafshirn schlabbern oder sich mit Hooligans beim Ginty rumkeilen) findet hier die Termine. Wie es mit dem Golfen aussieht, ist noch unklar. Sollte die USA, wie das John Cleese angeblich angeregt hat an die englische Krone zurückfallen, weil die Amis zu blöde sind sich einen brauchbaren Präsidenten zu wählen, dann könnte man in der nächsten Saison (wenn das Pfund dank Brexit zusammenkracht) auch in den USA sehr günstig golfen, was mir lieber wäre, weil Schottland dann nicht so überlaufen sein wird.
(Sorry http://www.starfish-taxis.com...).
Sollte aber Trump Präsident werden, dann ist davon auszugehen, dass er die meisten Plätze in Schottland mit Drohnen pflügen wird, damit sich mehr Leute auf seinem Course oben im Norden abzocken lassen.
Als eine vernünftige Alternative zu den Links-Courses in Schottland möchte ich deshalb den Kurzplatz im Golfpark Winnerod rechtzeitig ins Gespräch bringen. Topfbunker, aus denen man rauskommt; Grüns, so schnell wie in den Highlands und die Autobahn rauscht wie das Meer!

Was will man mehr?

PS: Wenn ich diese Woche nicht EINE Nachricht bekommen, dass IRGENDWER meinen Blog liest, mache ich Winterpause ...

29.11.2016
Was derzeit in Sachen Golf läuft ist derart langweilig, dass manche Golfredaktionen bereits Weihnachtkalender basteln, womit ich Euch verschonen werde. Stattdessen beschäftige ich mich derzeit meist mit meinen Gitarren.
Wobei, na ja – zum Thema Laufen schreibt NIKE: „Tiger Woods will lace up a new signature shoe when he returns to the course this week.“ In der Meldung erfahrt Ihr dann Details wie: “This shoe is an absolutely integral part of my return to the sport I love and have missed so much,” Woods says. “Nike really got in the zone with me.“
Man könnte sagen: Tigers Comeback basiert auf flinken, kleinen Vietnamesen-Fingerlein, die seine Schuhe nähen und die in ihren Genen vielleicht noch das 'Agent Orange' gespeichert haben, mit dem die US-Armee damals den Dschungel entlaubte, um Papa Woods freies Schussfeld zu bieten.

Ich wusste, dass gute Schuhe wichtig sind, aber ein „absolutely integral part of my return“? Echt jetzt? Vielleicht habe ich es wegen meiner barfuß-Spielerei nie so weit wie Tiger gebracht, obwohl wir uns ja sonst sehr ähnlich sind – ich meine: rein orthopädisch.

Sogar meine Traum-Gitarre von Larrivee muss ich nun verhökern, weil ich sie wg. meiner Daumenarthrose nicht mehr spielen kann. Ich brauche ein schmaleres, runderes Griffbrett, dann habe ich keine Schmerzen.
Interessant in dem Zusammenhang ist übrigens, wer alles zuckt, wenn man sich als Klampfen-Zampano outet. Dass mein Golfkumpel und Hausarzt Uli einst der Stargitarrist bei den ‚Misfits‘ war, habe ich schon erzählt, dass Hickory-Champ Andreas G. Karácsonyi Konzertgitarrist ist und Putt-Coach Marvin Buschmann Gitarre in einer Band spielt wissen manche, aber bei Boris von Auer-Power wäre ich echt nicht drauf gekommen.
Früher wurde bei uns im Club nach dem Jungsenioren-Training sogar am Grill-Feuer geklampft und ich meine mich zu erinnern, dass seinerzeit bei Oliver Heuler zu Hause auch eine Gitarre stand, auf der ich seinem Junior Kinderlieder wie das „Bucklich‘ Männlein“ vorspielte.
Wie hilfreich das Spielen eines Saiten-Instrument für den Golf-Griff ist, habe ich schon vor etlichen Jahren im ‚Weg der weißen Kugel‘ betont. Was mich (seit letztem Winter) wieder am Gitarre spielen kickt ist, dass ich bei Dreckswetter nicht mehr depressiv aus dem Fenster starre, weil an Golf nicht zu denken ist. Nein – ich nehme mir einen Song auf Youtube vor und lerne, wie man den richtig spielt. Und das gelingt mir besser als bei Golfschwung-Videos, durch die ich nur selten lernte, wie man richtig spielt.
Übrigens: Wer eine Gitarre sucht - ich habe mehrere zu verkaufen… ,-)

28.11.2016
Es sei an dieser Stelle noch mal auf die Lesung meines Clubkameraden Henrich Dörmer hingewiesen. Am 4. Dezember ab 16 Uhr wird er im Golfpark Winnerod aus seinem Golf-Krimi "Bunkerschlag" vortragen....weiterlesen...

Außerdem stehen die Termine der ersten acht Turniere der Pro Golf Tour 2017 stehen fest: Nach zwei Events im Januar in Ägypten reisen die Spieler weiter ins Königreich Marokko, wo im Februar und März insgesamt sechs Veranstaltungen im Turnierkalender stehen. weiterlesen...

25.11.2016
Habe heute in Uwe Wageners Proshop ein nettes Holz 4 entdeckt, das erste Mal seit Anno Tobak Bälle geschlagen und dann gekauft. Am 26./27. November 2016 findet im Proshop im Golfpark Winnerod der traditionelle Schlussverkauf statt: Grillwurst, Glühwein und bis zu 70% Rabatte auf alles! Uli und Uwe Wagener heißen Euch herzlich willkommen!

Und AuerPower hat den neuen Newsletter verschickt. Wer den nicht bekommt, kann hier mal reinschauen.

24.11.2016
Heute ich bin ziemlich gut drauf. Ich habe meine Freundin zu einem Beratungstermin in eine total schicke Zahnarztpraxis begleitet. Ultra Hightech, tolles Design, lichtumflutet, alles Wurzelholz, aber das Wartezimmer eine stickige Virenschleuder, prädestiniert für Klaustrophobie und Panikattacken.
Während wir warteten habe ich überlegt, ob jemals irgendwer ausgerechnet hat, welcher volkswirtschaftliche Schaden durch das Zeitmanagement der meisten Arztpraxen entsteht. Natürlich: die Privaten können. Da erreicht man auch sofort jemanden am Telefon und bekommt Termine. Und kommt mir nicht mit Notfall und so. Dass Leute endlose Stunden in den Klinikgängen verfaulen, hat andere Gründe. Kommunikation ist das Stichwort!
Spätestens seit dem wunderbaren Buch der Heilpraktikerin Andrea Lapp-Schreiber Unkraut vergeht nicht, in dem sie ihre eigene Krebserkrankung beschreibt, sollten Mediziner wissen, dass es nicht Kostbareres gibt, als die Zeit, die einem schwerkranken Patienten noch bleibt.

Wie ich da jetzt drauf komme, weiß ich nicht mehr. Ich werde immer vergesslicher, wobei ich andersrum vergesslich werde, was OK ist. Andersrum vergesslich bedeutet, dass ich nicht vergesse, Kaffee zu kaufen, sondern dass ich vergessen habe, dass ich den Kaffee schon gekauft habe! Dadurch habe ich jetzt einen schönen Vorrat und wenn ich – wie früher – vergesse Kaffee zu kaufen, ist das kein Problem mehr.

Abends bekam ich einen Anruf von Dr. W. Kuner, der eine interessante Studie angefertigt hat, aus der, soweit ich das verstanden habe, hervor geht, dass „Marken-Golfschläger immer schlechter werden und die Bälle nicht länger sondern kürzer fliegen. Und dass die Tests in den Golfzeitschriften fachliche Mängel haben, die er nachweisen kann. Damit ist er dummerweise zu Golfzeitschriften gegangen, die das natürlich überhaupt nicht interessiert. Wasser auf die Mühlen kompetenter Clubfitter, die wissen, dass beim industriellen Fitting von den„Premiummarken“, wenn man Pech hat, der letzte Mist verschickt wird. Mein Leitspruch beim Clubfitting: Vertrauen ist gut, nachmessen ist besser.

22.11.2016

Unter dem Titel Ostküste, Dornoch, Azoren schreibt Heiko Krakau:

  • Hallo Herr Pletsch,
    seit einiger Zeit habe ich gerade mal wieder meine Webseite begutachtet und dabei einmal mehr festgestellt, dass es nicht so einfach ist, einen lebendigen Blog zu unterhalten. Ein Kunststück das Ihnen seit so vielen Jahren gelingt.
    Allerdings kam mir bei der Lektüre der wenigen entstandenen Beiträge in den Sinn, dass Sie mit Ihren Texten einen nicht unerheblichen Einfluss auf meinen bisherigen Golfweg hatten. Daher sende ich Ihnen Links zu Berichten über Reisen entlang der schottischen Ostküste (Link), einer Huldigung des Platzes in Dornoch (Link) sowie zwei Spielberichten von den Plätzen auf Sao Miguel (Furnas, Batalha). Vielleicht wecken diese Berichte auch bei Ihnen Erinnerungen an tolle Reisen! Vielen Dank für viele unterhaltsame Stunden.
    PS: Auch in Winnerod war ich aufgrund Ihrer vielen Berichte schon mehrfach, zuletzt vor einigen Wochen. Als Mitglied in Grevenmühle durfte ich dort sogar greenfeefrei abschlagen und habe es sehr genossen :-)
    Heiko Krakau
    www.caddiecoaching.com
  • Und Frau Oelmann hat einen Link zu einem ehemaligen Nachrichtenmagazin geschickt, nach dem Trump die Walls Street ins weisse Haus holt. Als würde die da nicht schon ewig wohnen...Das größere Problem für uns wird sei, dass jeder Scheiß der demnächst passiert mit Golf in Verbindung gebracht wird. Golfer hatten und haben ein Imageproblem,aber bisher wurden Kriegsverbrecher und Drohnenmörder nic ht unbedingt sofort mit dem Golfsport in Verbindung gebracht. Das könnte sich bald ändern.
    Update: Trump nutzt seinen Präsidentenstatus, um die Briten vom Bau der Windfarm bei seinem Golfplatz in Schottland abzuhalten. (Danke, FefesBlog)
  • Braucht jemand in St. Andrews ein Taxi? Tim Snoeks starfish@taxistandrews.co.uschrieb mir einen netten Brief:  "(...) My team of drivers has an interesting international background; Belgian, Dutch-, German-, Indian- and of course Scottish speaking. They love what they do, this enthusiasm is key to a warm welcome to our beautiful Scotland. This is what our customers say: Link to http://www.starfish-taxis.com/. Please keep us in mind when you're planning your next Scotland trip. Also, denkt an Tim, wenn Ihr im Home of Golf mal wieder das B&B nicht mehr findet...
    PS: Auf sowas verlinke ich doch hundermal lieber als auf die Meldung, dass die BMW PGA Championship  2017 die neue „Rolex Series“ der European Tour eröffnet.
  • Am 25. und 26. März 2017 findet die 1. Putt-Konferenz  statt, Organisiert von Fabian Bünker und Rolf Kinkel- Puttexperten und -trainer wie Mark Broadie, David Orr, Rob Neal, Christian Marquardt, Paul Hurrion uvm. werden die neuesten Erkenntnisse aus der Welt des Puttens präsentieren. Eine Anmeldung ist ab sofort möglich. Die Anzahl der Teilnehmer auf 180 begrenzt. Mehr Infos hier.

21.11. 2016
Neues Spiel, neues Glück. Details folgen.  ) sind in der rechten Spalte verlinkt. Was an dieser Stelle passieren wird, weiss ich noch nicht. Vermutlich Leichtes und Seichtes, wie das heute offensichtlich modern ist - oder irgendetwas über Golfsport, Gitarren, Gott und die Welt. Wir werden sehen.

Interaktiv insofern, als mir jeder gerne an home(ädd)cybergolf.de schreiben darf. Mehr geht nicht. Beware of golfende Trolle und jene Hacker, die gerade im letzten Jahr auf unserem Server wilde Partys feierten...

Ihr / Euer

Eugen Pletsch