Die sonderbaren Erlebnisse, wundersamen Ereignisse und der ganze langweilige Alltag des Eugen Pletsch...

Endlich haben Deutschlands Golfer was zu lachen

Jetzt ist die Zeit für Golfbücher und wie viele herrliche Golfbücher gibt es, spannende Erzählungen, in denen braungebrannte Athleten die weiße Kugel mit geschmeidiger Kraft in den blauen Himmel jagen.

Nach dem Schlag verweilen sie lächelnd in edler Siegerpose und warten, bis der Ball wieder in die Erdumlaufbahn einschwenkt, um auf den pestizidgetränkten Fairways unserer irdischen Jammertäler auszurollen.

Ja, es gibt viele Golfbücher: Manche haben Tiefsinn und manche sogar Fachkenntnis. Bei den Lehrbüchern haben Sie die meiste Auswahl: Praktische Anleitungen zum Golfspiel, geschrieben von den besten Golfern der Welt, die darlegen, wie Sie, Nepomuk Schröck, 62 Jahre, Vorruhestand, Krampfadern und Gelegenheitssingle, in kürzester Zeit ein Weltklassegolfer werden können.

Wird Ihr Spiel bereits von einem mentalen Zipperlein gequält (und wer hat das nicht), werden Ihnen die Seelen-Säusler aus der Oberstübchen-Fakultät die ganzen Simplizität Ihrer Problematik in einer solchen Vielschichtigkeit erläutern, dass die Lösung – ein Mental-Coaching zum Sonderpreis zu buchen, verblüffend einfach erscheint.

Wenn Sie das Golfspiel dann bis in jene Tiefe ganzheitlichen Seins ausgelotet haben, die so dunkel und geheimnisvoll ist, dass sogar echte Golfmystiker nach ihrer Mutti rufen – selbst dann werden Sie noch passende Literatur finden.

Und dann, irgendwann eines Tages, während die Sonne glutrot hinter der Veranda versinkt und der Single Malt nächst dem Lesesessel griffbereit steht, wird die Zeit kommen, um sich mit dem heiteren Aspekt des Spiels anzufreunden. Dann werden Sie sich die Geschichten und Schnurren, die Träume und Visionen jener Golfautoren antun, die dem Golfsport nicht aus beruflichen Gründen, sondern aus dem Feuer ungestümer, endlos lodernder Leidenschaft huldigen. Damit könnten, zum Beispiel, meine Bücher gemeint sein.

Wenn Sie mich fragen, warum Sie meine Golfbücher kaufen sollten, dann kann ich, wenn ich ehrlich bin, nur verlegen mit den Achseln zucken und sagen: Ich weiß es auch nicht so genau. Vielleicht, weil wir beide, Sie und ich, dann zusammenfinden werden....

Der Weg der weißen Kugel entstand nachdem mich Freunde immer wieder fragten, was ich da treibe und worum es beim Golfspiel eigentlich geht. Diese Fragen habe ich, auf meine bisweilen etwas merkwürdige Art, zu beantworten versucht. „Der Weg“ ist kein Golflehrbuch im klassischen Sinn, sondern beschreibt das ganze Psychodrama rund um den Golfsport. Warum spinnen diese Leute so, warum ziehen sie so merkwürdige Gerätschaften in einem Sack hinter sich her und warum ist der Kaffee auf der Clubhausterrasse (falls er je gebracht wird) so schlecht wie teuer? Der „WEG“ beschäftigt sich aber auch mit den klassischen Fragen der Golfphilosophie:“ Wer bin ich, warum bin ich, warum bin ich hier und warum tue ich mir das an?“ Dieses Buch empfehle ich dem Golfeinsteiger, aber auch dem Dauergolfeinsteiger, dem langsam dämmert, dass er etwas Essentielles verpasst hat: nämlich den Spaß am Spiel!

Mein zweites Buch Golf Gaga – Der Fluch der weißen Kugel befasst sich mit der dunklen Seite des Golfsports und jenen Psychogrammen und schwachen Charakteren, die sich vom Golfspiel vollkommen vereinnahmen lassen, zum Beispiel von mir. Die Geschichte erzählt, wie ich glaubte, als Fachbuchautor in der ersten golfpsychiaterischen Abteilung einer Suchtklinik an einer Studie zum Thema Golfsucht mitzuarbeiten, bis ich merkte, dass ich der erste Patient dieser Abteilung war (der sich prompt in seine behandelnde Ärztin verliebte).
„Golf Gaga“ empfehle ich einsamen Spielerfrauen und allen anonymen Golfern, die einen Weg zurück in die soziale Gemeinschaft suchen.

Dann folgte: Endlich einstellig! – mein Buch über die Kunst des Scheiterns. Laut Verlagstext handelt es sich dabei um die „satirische Dokumentation eines Golfspielers, der es auf seine alten Tage noch mal wissen möchte. Aber die Suche nach einem Trekkingpfad zum Gipfel golferischen Glücks führt ihn trotz Unterstützung namhafter Golfexperten bald an seine körperlichen und psychischen Grenzen.“

Satirisch? Na gut. Wobei ich mir wirklich fast einen Zeh mit einem Eisen 5 abgehackt habe und heute noch Probleme beim Laufen habe. "...körperlichen und psychischen Grenzen" stimmt auf jeden Fall und dass ich den Leistungswahnsinn im Amateurgolf mit „englischem Humor“ aufs Korn nehme, ist auch korrekt.

Wobei ich meinen 'englischen Humor' in dem Fall eher als Galgenhumor bezeichnen würde. Aber was blieb mir anderes übrig? Als ich anfing, war es noch lustig, dann wurde es bitterernst, was man vielleicht zwischen den Zeilen herauslesen kann und schließlich, ein Jahr nach dem Experiment, habe ich geliefert und war ein paar Jahre „einstellig“.

Ob ich als Golflehrer oder Golfpsychologe die Kompetenz habe, über diese Themen zu schreiben? Nein – Gott bewahre! Vielleicht würde ich mich Golf-Anfängern gegenüber als Golf-Sherpa bezeichnen, der diesen endlosen, steinigen Jakobsweg bereits seit vielen Jahren zu gehen versucht. Oder besser gesagt: zu erklettern versucht – und dabei immer wieder abstürzt, denn das Golfspiel ähnelt einer lebenslangen und nicht immer ungefährlichen Trekking-Tour. Der Weg führt zu sagenhaften Erfahrungen und Ausblicken, aber es kann auch handfeste Schrammen geben, körperlich und seelisch.
Mein drittes Buch ist also der Versuch, einen seniorengängigen Trekking-Pfad zu den einstelligen Ziffern im Golfspiel zu finden. Ob Sie einstellig auf Ihr Handicap oder Ihre Schläge pro Loch beziehen – liegt an Ihnen. Die Bergspitze müssen Sie alleine erklettern und wie weit mein Buch Ihnen dabei hilft, wissen die Götter.

Und dann, basierend auf der Idee des ‚Golftherapeutischen Pflegedienstes', entstand Achtung Golfer!

Dieses Buch handelt von Schlägertypen in Wald und Flur, aber auch von einem sprechenden Pferd und natürlich treffe ich Ho Lin Wan, der in allen meinen Büchern auftaucht, diesmal als mongolischer Schamane verkleidet.


Geplant war eine Studie über die Artenvielfalt im Golfclub und die ganz speziellen Eigenheiten von Golfern, eine Art Klassifizierung. Die Idee kam mir, als ich im Golfclub Furnas auf den Azoren im Clubhaus saß, auf meinem Freund Marc Amort wartete und eine Truppe patschnasser Schweden beobachtete, von denen ich kein Wort verstand, die mir aber in Optik und Verhalten verdeutlichten, dass 'der Golfer' eine menschliche Mutation ist, die sich weltweit fast identisch entwickelt hat, egal aus welchem Gen-Pool sie stammt. Das brachte die Frage auf: Nach welchem System lassen sich diese Schlägertypen ordnen – und geht das überhaupt?
Irgendwie gelang das nicht, weshalb mein Verlag – im Buch vollkommen transparent – die Aufgabenstellung modifiziert und nach Tiergeschichten fragt, worauf ich meine telepathische Kommunikation mit einem mongolischen Steppenpferd namens Ed beschreibe. Auch in diesem Buch tauchen Figuren auf, die meine Leser aus meinen anderen Büchern kennen, aber auch andere 'schräge Typen‘, die ich in Kurzgeschichten skizziere.

Bereits diese kurze Zusammenfassung dürfte verdeutlichen, dass es sich bei „Achtung Golfer!“ um mein schwierigstes Werk handelt, das selbst eingefleischte Pletsch-Leser an ihre Grenzen führt.

Dass dieses Buch im minimalistischen Segment der Golfbuchsparte trotzdem erfolgreich war, hat mir endgültig verdeutlicht, dass Golfbücher nur als moderate, nicht zu teure Mitbringsel taugen.

Tatsächlich gelesen werden Golf-Bücher anscheinend nur in den wenigsten Fällen, was auch erklärt, warum sich manche Titel, die mit ihrem saturierten Geschwätz jedes Vorurteil gegenüber Golfern auf peinlichste Weise bestätigen, jahrelang in der Spitzengruppe der meistverkauften Titel halten können.

Dass ich nach dem Erscheinen meiner Bücher selbst in dieser Spitzengruppe, zeitweise mit zwei oder drei Titeln, sehr gut positioniert war, hat niemanden mehr verwundert als mich selbst.

Der KOSMOS-Verlag hat mir kürzlich mitgeteilt, dass das komplette Segment Golfbücher auslaufen wird. Ich müsste Angel-Bücher schreiben oder etwas über Astronomie, um beim KOSMOS-Verlag bleiben zu können; am Besten beides. Deshalb denke ich darüber nach, einen Science Fiction zu schreiben, der im Sternbild Fische spielt. Oder einen Anglerroman!
Nach etwa 20 Seiten über das Angeln in sternenklaren Nächten könnte ich Fische vom Himmel regnen lassen. Zum Beispiel auf einen Golfplatz. Himmlische Plagen sind auf Golfplätzen alltäglich und ich glaube nicht, dass es der Verlag merkt, wenn das Buch ab Seite 21 von dicken, glotzäugigen Karpfen und ihren vertrockneten Schleien handelt in im Teich an der 18 nach ihrem Ball suchen.
Und dann geht es die nächsten hundert Seiten weiter mit spannende Erzählungen, in denen braungebrannte junge Hechte die weiße Kugel mit geschmeidiger Kraft in den Himmel jagen, so Richtung Alpha Centauri – oder auch nicht – wohin ist egal, denn wer liest Golfbücher vom Anfang bis zum Ende?

Ihr / Euer

Eugen Pletsch

 

Und wer bis hierhin durchgehalten hat bekommt noch mein Schmöker-Angebot zum Weihnachtsschnäppchen- Verschenk-Preis: Golf Gaga, Achtung Golfer! und Endlich einstellig! und als Bonus die CD "Der Golfgagaist" in einem Rutsch für EUR 40.- inklusive Porto und Verpackung (was immer das kosten mag...) Direkt bei mir bestellen.

 

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