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Deutschland hilft
Endlich haben Deutschlands Golfer was zu lachen

An unserem letzten Tag im Nordwesten Irlands spielten wir den Hackett Course der Carne Golf Links.

Der 18-Lochkurs ist nach dem Golfplatzarchitekten benannt und spielt sich als Par 72. Zusätzlich ergänzt wird die Anlage von dem 9 Loch Kilmore Course, der wie der Hauptkurs drei Abschläge für Herren und einen Damenabschlag vorzuweisen hat. Insgesamt stehen drei 9-Loch-Schleifen zur Verfügung und man kann wählen, welche Varianten man spielen möchte.

 

Carne Golf Links, Irland, Foto: Tim Frodermann

An der Rezeption empfing uns Sarah und bot uns freundlicherweise an, früher starten zu können. Das Angebot nahmen wir dankend an, da zeitgleich eine Gruppe Amerikaner auf den Parkplatz fuhr und diese in Vierer-Flights starten wollten.

Auf der Drivingrange ist es erforderlich eigene Bälle zu schlagen und diese dann wieder einzusammeln. Also entschieden wir, uns auf dem Übungsgrün kurz einzuspielen und an die Geschwindigkeit der Grüns zu gewöhnen und dann ging es auch schon los.

Bei Sonnenschein und blauem Himmel begannen wir unsere Runde. Da an diesem Tag so gut wie kein Wind wehte, sahen wir unsere Chance heute gut zu Scoren. Wir hielten unser Spiel auch gut zusammen bis da erste Par 5 kam. Da ging es wohl wieder mit mir durch und ich wollte zu viel. Drei solide Eisenschläge hätten gereicht um das Grün zu erreichen. Aber das Wort „hätte“ ist im Golfsport so eine Sache. Kurz nachdem ich das erste Holz aus der Tasche nahm, war der erste Ballverlust auch schon besiegelt.

Carne Golf Links, Irland, Foto: Tim Frodermann

Aber der Kurs und das Wetter hielten uns bei Laune. Die Dünen waren nicht so gnadenlos wie am Vortag. Die teilweise stark ondulierten Fairways stellten uns jedoch vor eine Herausforderung. Das  führte dazu, dass der Ball auch mal auf der anderen Fairwayseite lag und nicht auf der in die er ursprünglich flog.

Am 6. Loch, dem schwersten der ersten Neun, spielte Basti zu meiner Freude die erste „Lady“ des Urlaubs. Die Flugbahn war nie höher als 50cm über dem Boden und der Ball schlug kurz vor dem Damenabschlag in einen Erdhaufen ein. Ein schöner Steckschuss! Basti kämpfte sich aber durch und beendete das Loch doch noch mit Stil. Eine Bahn weiter, einem 154m langen Par 3, mit einer riesigen Fallsfront musste er wieder kämpfen als seine Annäherung vom Anfang des Grüns 50 m bergab rollte. Dieser Platz zeigte dann doch ganz schnell, dass er gutes Scoren nicht so leicht erlaubt, was anfangs unser Plan war. Ein herrlicher Abschlag war der Neunte. Dieser befand sich erhöht mit einer tollen Sicht auf das Fairway, dazu mit einer großen Düne an der rechten Seite. Leider hat diese meine Drive verschluckt, aber eine schöne Bahn war es trotzdem.

Nachdem sich die ersten neun Löcher (Hackett Course A) sich im Landesinneren durch die Dünen schlängelten, führten die zweiten Neun (Hackett Course B) weiter weg vom Clubhaus Richtung Meer. Interessante Löcher waren die 11. und 12. Spielbahn, jeweils kurze Par 4s, bei denen man nicht mit dem Driver abschlagen durfte. Zu kurz und bergab verliefen die Doglegs und die Grüns waren vom Abschlag auch nicht zu sehen. An der 12. Bahn spielte ich dann das erste Birdie. Ein Eisen 5 und eine Wedge gaben mir die Gelegenheit einen 2m Putt zu versenken. Zack drin war er und ich ballte kurz die Faust vor Freude.

Carne Golf Links, Irland, Foto: Tim Frodermann

Die 13. Spielbahn war ein Par 5 von dessen Grün, wahrscheinlich das schönste des ganzen Platzes, man tolle Strände sehen konnte. Basti spielte ein souveränes Par und durfte somit am nächsten Loch zuerst abschlagen. Ein 134 m Par 3 erinnerte an das spektakuläre Loch von Pebble Beach. Vor lauter Begeisterung verloren wir leider den Fokus und keiner konnte das Par spielen. Die letzten vier Löcher waren zwei verdammt lange Par 4s mit Index (1 und 3). Dazu ein tolles Par 3, bei dem man gefühlt so viele Höhenmeter bergab gehen musste wie das Loch mit 142 m lang war und ein Par 5 was wieder zum Clubhaus führte. Wie bei vielen Löcher zuvor war es schwierig zu erahnen wie die Spielbahn verläuft. Nach der ersten überwundenen Kuppe befand sich100m vor dem Grün eine regelrechte Schlucht und man musste kurz vorm dem Ziel, dem 18. Grün, noch einmal ordentlich bergauf stapfen.

Carne Golf Links, Irland, Foto: Tim Frodermann

Nach anfänglich vermeintlich leichteren Löchern zieht der Platz ordentlich an. Es gibt viele blinde Schlägen und ondulierte Fairways. Hier und da hat man den Platz einfach der Natur überlassen und nicht jeden Grashalm gerichtet, was das Linkserlebnis aber noch romantischer gestaltet. Dennoch ist der Platz in einem tollen Zustand und auch die Grüns waren sehr fein.

Die Runde Bier ging, Dank Bastis Abschlag an der 6, an ihn und wir machten im Clubhaus unsere ersten Erfahrungen mit Gaelic Football, einer Mischung zwischen Rugby und Fußball. In den letzten Tagen waren in dem Bezirk Mayo überall grün-rote Flaggen zusehen. Das heimische Team stand im diesjährigen Finale gegen Dublin. Während des guten und leckeren Essens sahen wir im TV des Clubhauses die ersten Minuten des Spiels, fuhren dann aber weiter nach Tralee. Auf der Fahrt hörten wir im Radio, dass Dublin in der Verlängerung gewonnen hatte. Kurz darauf wurden die Ergebnisse der PGA Tour durchgesagt und wir freuten uns schon wieder auf die nächste Runde Golf am folgenden Tag.

Bis bald!

Tim Frodermann

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 http://www.carnegolflinks.com
Carne, Belmullet, Co. Mayo, Ireland
Phone: +353 97 82292

  • Carne Golf Links, Irland, Foto:Tim Frodermann

 

                       

 

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