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Deutschland hilft
Endlich haben Deutschlands Golfer was zu lachen

Am vierten Tag unserer Reise über die Golfplätze in der Region Dublin zog es uns Richtung Norden nach Donabate zu „The Island Golf Club“.

Der alterwürdige Club wurde 1890 gegründet und ist somit der drittälteste Club in ganz Irland. Er ist zudem in den TOP 100 Golf Courses der Welt gelistet.

 

Unsere Vorfreude auf den von drei Seiten mit Wasser umgebenen Platz war riesig und wurde mehr als erfüllt. Nach den nicht immer guten Runden auf den Linksplätzen zuvor, wollten wir hier solides Golf spielen, die Runde genießen und entschieden uns deshalb auf dem Par 71 Kurs für die grünen Abschläge (6003 m, statt den Weißen mit 6271 m).The Island Golfclub, Irland

Zwei Stunden vor Abschlag trafen wir auf dem Parkplatz ein, meldeten uns in dem gastfreundlichen Proshop an und spielten uns auf der Driving Range ein. Schon hier konnte man den tollen, weichen Küstenboden spüren, irgendwie eine andere Art Golf zu spielen. Immer mal wieder sollen PGA Professionnels hier zu sehen sein um sich auf Links-Turniere vorzubereiten.

Endlich rückte die Teetime näher. Vor uns spielten vier jüngere Herren, die sichtlich entspannt und fröhlich auf die Runde gingen. Das löste auch in uns etwas Anspannung. Die erste Bahn „Partridge Hollow“ führt zwischen zwei riesigen Dünen Richtung Meer. Die ersten Abschläge blieben gerade. Gott sei Dank: Keine Ballsuche am ersten Abschlag in den meterhohen Dünen!!! Mit Par, Bogey und Doppelbogey gingen wir vom ersten Loch und hielten Anschluss an den Flight vor uns. Auf der dritten Bahn „Lambay“ gelang mir das erste Birdie in Irland. Der Flight vor uns riss bei meiner Annäherung an die Fahne die Hände in die Höhe, als ich mit dem Eisen 5 den Ball 10 cm neben dem Loch zum liegen brachte. Was für eine Freude und das auf diesem Platz. Aber jetzt nur nicht in Euphorie verfallen und die Konzentration verlieren. Hinter uns spielte der Man´s Captain, Mr. Hurley mit einer Dame in einem Flight. Immer wieder schauten wir nach vorne und hinten um auf unser Spieltempo zu achten. Am nächsten Abschlag kam Mr. Hurley auf uns zu und gab uns ein sehr freundliches „Take your time“ mit auf den Weg, er wolle sowieso nur wenige Löcher spielen.

http://www.theislandgolfclub.ie/

Doch soviel Zeit benötigt man gar nicht auf dem Platz. Bälle, die die Spielbahn verfehlten, sind in den Ladenzonen sehr gut zu finden und weiter zu spielen. Die nervige Ballsuche in den Dünen wie am Vortag entfiel, da das Gras nicht so hoch und dick war. Dennoch ist der Kurs auch für niedrigere Handicaper anspruchsvoll, da er variantenreiche Löcher besitzt. Teilweise sind es enge Fairways oder lange Löcher, die herausfordernd sind. Die Grüns sind top gepflegt und nicht immer ist es leicht, darauf die Bälle zum Liegen zu bekommen.

Die Spielbahnen 4 und 5 verlaufen in gegenläufige Richtungen und sind durch eine hohe Düne getrennt. Gerade aufgeteet an Bahn 5 „Desert“ lief Mr. Hurley diese hoch um uns Bescheid zu geben, dass das Fairway frei sei. Anscheinend macht man das so hier. Der fünfte Abschlag war blind und die Spielrichtung wurde nur durch einen Stab im Boden angezeigt. Ob wir hier unsere Bälle wieder finden würden? Aber ja, auch hier verbreiterte sich das Fairway. Basti spielte auf den Bahnen 5 und 6 ein Birdie. „Wenn der so weiter macht, muss ich heute Abend das Bier zahlen...!“

The Island Hole 3

Auf der 7. Bahn setzte Regen ein. Wir dachten schon an den gleichen Regenschauer wie gestern. Nur hatten wir heute noch mehr als die Hälfte zu spielen und nicht nur noch drei Löcher. Weit und breit war kein Baum zum Unterstellen zu sehen. Also hieß es Regenhose anziehen und das irische Wetter annehmen. Zum Glück blieb es nur bei einem Schauer und die Griffe der Schläger blieben trocken. Nach den Frontnine kommt man am Clubhaus vorbei, sodass man sich für die hinteren Neun mit Proviant eindecken kann.

Die 13. Bahn gehört zu den Signature holes des Platzes. Ein fast 200m langes Par 3. Von dem weißen Abschlag aus muss man einen ordentlichen Schlag spielen um über die Ausgrenze zu gelangen, die in die Spielbahn gelangt.

Das nächste Loch mit einer Länge von 333m hatte eine Fairwaybreite von ca. 15m, ein Wasserhindernis rechts und links hohes Gras. Das hielt Philipp jedoch nicht davon ab den Driver vom Abschlag zu zünden. Das Ergebnis kann man sich denken, aber er brachte immer noch eine Sieben bei „Old Clubhouse“ auf die Scorekarte.

The Island Golfclub, Ireland

Auf dem letzten Par 3, der 16. Spielbahn „Andes“ nutzten wir die Gelegenheit, dass weit und breit keine anderen Flights zu sehen waren und spielten nach dem ersten Abschlag jeweils einen zweiten Ball als Nearest to the Pin um eine Runde Bier auszuspielen. Mein Abschlag war weit rechts im Rough, Basti spielte solide auf das Grün. Nur Philipp wähnte sich in Sicherheit und spielte seinen Ball nicht konsequent und blieb 80 m vor dem Grün liegen. Aber gut, dass er auch mal eine Runde zahlen muss.

Diese Runde nahmen wir in dem sehr gemütlichen Clubhouse ein. In der herrschaftlichen Atmosphäre mit Blick auf den gerade gespielten Platz, schmeckte das Bier gleich doppelt so gut. Was blieb war eine tolle Runde von allen auf einem wundervollen Platz in einem Topzustand, den jeder spielen sollte, der in der Region Dublin unterwegs ist. Es lohnt sich auf jeden Fall. Ein absolutes Highlight!

Tim Frodermann

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