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Deutschland hilft
Endlich haben Deutschlands Golfer was zu lachen

Ausgerechnet heute schüttet es wie aus Eimern!

Nachdem wir unsere Unterkunft geräumt hatten, fuhren wir nach Kildare zum K Club. Auf der Autofahrt fiel Philipp ein, dass er keine Regenkleidung eingepackt hatte. Wieso auch, wenn man eine Woche nach Irland fährt. Jedenfalls regnete es in Strömen und Philipp überlegte sich schon, welche Regenhose er sich kaufen sollte.

Als wir auf den Parkplatz fuhren, ließ der Regen Gott sei dank etwas nach. Im Tagesverlauf wurde es auch immer besser, sodass wir uns einen Sonnenbrand in unseren kurzen Hemden holten. So schnell geht das also mit dem Wetterwechsel in Irland.

K Club

Wir betraten das Clubhaus des Palmer Courses. Schon an der Tür war der Ryder Cup 2006 allgegenwärtig. Viele Bilder, Scorekarten und Erinnerungen an dieses Event waren im Clubhaus zu bewundern. Da gerät man schon ins Träumen und kann die Stimmung auf dem Platz von damals förmlich fühlen.

Nachdem wir uns angemeldet hatten, gingen wir auf die Driving Range. Die Bälle lagen parat, ohne dass man sich mit irgendwelchen Ballautomaten rumärgern musste. In der Members Area waren die Bälle sogar zu kleinen Pyramiden aufgebaut. Da freut sich doch das Golferherz.

Wir putteten uns noch ein, ehe wir Bescheid bekamen, dass unsere Startzeit kurz bevor stand und wir uns bitte zum Abschlag begeben mochten. Dort wartete ein junger Mann in einem Häuschen und informierte uns noch über die Platzregeln. Danach ging es endlich zum Abschlag. Der Platz ist eine einzige Märchenlandschaft. Alles ist absolut perfekt. Noch nie in meinem Leben hatte ich auf schnelleren Grüns gespielt, die nicht den Hauch eines Makels hatten.

Das erste Loch war eine leichtes Dogleg nach rechts mit einem Wassergraben durch das Fairway, sodass man den Driver besser stecken lässt. Auf der linken Seite befindet sich ein Wasserhindernis mit dem 18 Grün auf der anderen Seite. Unsere Abschläge waren gut platziert und von nun an liefen wir nur noch staunend über den Kurs. Am 3 Loch einem 157 Yards langen Par 3 hatten wir die ersten Birdiechancen. Das wäre ja mal ein Erlebnis für die Ewigkeit, leider fielen sie nicht. Es folgten spannende und wunderschöne Löcher. Die 7. Bahn ist mit Index 1 als die Schwierigste geratet. Meinen Abschlag verzog ich leicht nach rechts und hatte noch 200m ins Grün, welches von einem Wasserhindernis verteidigt wurde. „Jetzt oder nie“ dachte ich mir und zog mein Hybriden durch. Geschafft! Über das Wasser auf´s Grün. Par gespielt und der Tag war schon gerettet.

K Club

Die Par 3 Löcher auf den Backnine wurden zu unseren Löchern. Auf der 12. Bahn, 173 Yards lang, spielten Basti und ich wunderbare Draws auf das Grün. Die Fahne steckte links im Grün, sodass man ein wenig Wasser zu überspielen hatte. Philipp erwischte leider einen Stein und sein Ball flog 40m zurück und erschlug dabei fast die Enten am Wasser. Immerhin blieb der Ball trocken. Zwei Löcher weiter waren 197 Yards mit drei Schlägen zu bezwingen. Diesmal schlugen wir alle Drei auf das Grün und Philipp lochte sein Birdieputt.

Und dann kam sie. Die Bahn 15! Hier entschied 2006 Henrik Stenson den Ryder Cup zu Gunsten der Europäer. Hier wurde Sportgeschichte geschrieben und wir hatten das Glück den gleichen Platz zu spielen. Im Clubhaus hängt ein Bild von Seve Ballesteros wie er auf der 17. Bahn nach seinem zweiten Schlag den Kopf grinsend hängen lässt. Und in der Tat diese Bahn ist sehr interessant. Sie verläuft nach links, wobei durchgehend auf dieser Seite auch ein Wasserhindernis ist. So etwas kann einen gegen Ende einer Runde die letzten Nerven rauben. Aber falls Seve dort hineingespielt hat, wäre es eine Freude, wenn mein Ball neben seinem liegen würde.

Hinter dem 18. Grün wartete ein sehr freundlicher Teenager, der uns anbot unsere Schläger zu putzen. Auch eine schöne Art sein Taschengeld aufzubessern. Wir nahmen noch ein kühles Bier bei entspannter Stimmung in der Clubbar ein. Aus dem Schwärmen über diesen Platz kamen wir dabei nicht mehr hinaus. Es dürfte wieder eine Zeit lang dauern bis wir auf solchem einem perfekten Parkland Course spielen würden. Die Grüns sind unbeschreiblich, die muss man erlebt haben. Der Platz ist zudem sehr fair, sodass Fehlschläge schnell auffindbar und spielbar sind. Dazu sind die Fairways in einem Topzustand und bestehen aus einem satten Grün. Diese Runde wird sicherlich unvergesslich bleiben!

Fortsetzung folgt...

K Club

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