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Deutschland hilft
Endlich haben Deutschlands Golfer was zu lachen

Die Beine waren schon etwas schwer als wir zum Seapoint aufbrachen.

Entlang der Küste fuhren wir die engen Strassen nach Norden. Immer wieder sah man lange Steinmauern, deren Sinn wir nicht vollständig verstanden, aber sie sahen sehr schön aus und gaben der Landschaft ein gewisses Flair.

Im Proshop gemeldet, erwartete uns der sehr freundliche Mitarbeiter bereits und gab uns für die nächsten Tagen nützliche Tipps. Der Club ist noch sehr jung und wurde 1993 eröffnet.

Basti verschlug es noch kurz auf die Range, während Philipp und ich das Clubsandwich genossen. Das Clubhaus war sehr vornehm, bot dementsprechend auch eine tolle Karte an. Dennoch konnten wir es nicht erwarten wieder auf die Runde zu gehen. Wir spielten noch paar Bälle auf dem Übungsgrün um uns auf dieses einzustellen und dann ging es auch schon los. Vor uns spielten zwei Männer. Ein älterer Herr spielte sich ein indem er sich vom Abschlag nach links ausrichtete und bewusst ins Rough spielte.
„Okay, so schwingen sich also die erfahrenen Linksspieler ein?!“
Als er meine Verwunderung bemerkte, grinste er nur und meinte, dass es jetzt losgehen könne. Er spielte den richtigen Ball dann auf die Bahn und fuhr mit seinem Cart davon.

Seapoint, Irland

Endlich ging es dann für uns los. Zu unserer Überraschung verliefen die Frontnine ins Landesinnere und erinnerten mit vielen alten Bäumen und Wasserhindernissen eher an einen Parklandplatz als an Links Golf. Auch befanden sich anfangs viele Wohnhäuser am Platz. So chippte ein kleiner Junge im hauseigenen Garten den Golfball hin und her, während wir die erste Spielbahn hinunter gingen.
Mir lag das Clubsandwich noch etwas im Magen, sodass der Junge was zu grinsen hatte. Im Verlauf steigerten wir uns aber. Nachdem die Frontnine gespielt waren, änderte der Platz seine Eigenschaften und mutierte immer mehr zum Linkscourse. Den Sträuchern wichen die Bäume, den trocken Grasgräben die Wasserhindernisse.
Der Platz war sehr weitläufig und die Dünen nicht so hoch. Man hatte das Gefühl auf einer riesen Fläche zu sein und seinen Ball die Bahnen hoch zu spielen. Auch der Wind nahm langsam zu und erschwerte das Spiel. Die Löcher waren sehr variantenreich, die Fairways wurden unebener und manchmal brauchte man einfach nur eine ordentliche Länge in seinen Schlägen.

Ein sehr schönes Loch war die 14. Ein fast 400m langes Par 4 erforderte einen langen Abschlag auf die flache Ebene. Das Grün wurde hinten durch hohe alte Bäume umrandet und davor standen Topfbunker zur Verteidigung. Es sind zwei sehr gute Schläge nötig um das Green in Regulation zu erreichen. Das nächste Loch war ein Par 3. Auf Linksplätzen irgendwie immer ein riesen Spaß, diese kurzen Löcher zu spielen.

Die letzten drei Löcher waren dann endlich wieder das, was wir erwartet hatten. Wunderschöne Löcher an der Küste entlang Richtung Clubhaus mit ordentlich Seeluft und einer herrlichen Aussicht auf die irische See. Philipp spielte auf der 17 noch ein tolles Birdie, ehe wir uns die letzte Bahn, ein Par 5 durch die Dünenlandschaft schlängelten.

Dieser Platz erfordert viel Konzentration um sich auf die wandelnden Bahnen richtig einzustellen. Während das erste Drittel an Parklandplätze erinnert, das zweite Drittel an eine Steppe, kommt im letzten Drittel die ganze Schönheit von Linksgolf zum Vorschein. Die Grüns sind treu, aber überraschenderweise etwas langsamer als in Laytown. Der Platz ist für alle Spielstärken eine Herausforderung und wird immer schöner.

Sichtlich angeschlagen machten wir uns Richtung Unterkunft, um bei Fish and Chips noch ein wenig Olympia zu schauen. Am nächsten Tag hatten wir eine Startzeit im K Club, dem Ryder Cup Platz von 2006. Trotz Aufregung konnten wir aufgrund unserer Müdigkeit gut schlafen.

Fortsetzung folgt...

Seapoint, Ireland

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