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Deutschland hilft
Endlich haben Deutschlands Golfer was zu lachen

Fitting-Experte Michael Welwarsky (Clubmate Golf) über Neuigkeiten der Golfschläger-Industrie.

Die Tage werden wieder kürzer, die Clubmeisterschaften sind gelaufen und die Turnierdichte nimmt langsam aber sicher deutlich ab. Ein sicheres Indiz dafür, dass die Golfgemeinde entweder in die Winterstarre verfällt, den nächsten ausgedehnten Golftrip bucht, oder sich mit neuem Material beschäftigt. Vor allem der dritte Aspekt erscheint angesichts unserer klimatischen Bedingungen etwas verwunderlich. Doch sehr viele Hersteller kommen in dieser Jahreszeit mit neuem Material an den Markt. Doch warum ist das so? Und was erwartet uns bei den neuen Produkten? Lohnt sich ein Blick, beziehungsweise ein ordentlicher Fittingtermin?

Der Grund für den Produktlaunch bei Callaway (Epic und XR Steelhead Hölzer), Cleveland (Sortimentserweiterung mit der HiBore Serie im neuen Gewand) und vor allem Titleist mit der neuen Eisen- und Hybridserie 718/818 ist einfach. In vielen Golfhochburgen der Welt ist auch um diese Jahreszeit bestes Golfwetter und neue Produkte können dort ganzjährig zum Einsatz gebracht werden. Soweit – so gut.
Doch es ist auch für unsere Breitengrade der perfekte Moment, um sich mit neuen Schlägern zu befassen. Jetzt sollte der Golfschwung bezogen auf das Jahr in Bestform sein. Man hat möglichst viel Erfahrung über das Jahr mit seinem Material sammeln können und weiß aus den vergangenen Runden sehr genau, was man von welchem Schläger erwarten kann. Bessere Voraussetzungen für ein Fitting gibt es nicht!
Wer sich also mit dem Gedanken an neue Golfschläger auseinandersetzt, für den ist jetzt der perfekte Zeitpunkt gekommen, dieses Projekt für die neue Saison anzugehen.

Doch was erwartet die neugierigen Spieler? Callaway hat passend zu den sehr erfolgreichen EPIC Drivern auch Eisen und Hybrids auf den Markt gebracht. Die Produkte sind sehr gut spielbar, sicher nicht ganz günstig im Preis, aber eben auch von den Materialien und Detaillösungen sehr innovativ. Einen Test sollte man sich definitiv gönnen, denn es könnte sein, dass man mit den Epic oder Epic Pro Eisen seinen Diamanten findet, der einem treu viele Jahre zu Diensten sein wird.

Cleveland wird vom Mutterkonzern Dunlop Sports wiederbelebt. Bisher wurde die ehemals sehr erfolgreiche Marke nur als Kurzspielspezialist behandelt. Doch nach dem Sterben von Adams und einer wahrgenommenen Lücke im Markt, sollen nun die überarbeiteten HiBore Schläger den Markt der Normalsterblichen Golfer erobern, die Materialseitig jeden Hilfe in Anspruch nehmen wollen, die ihnen geboten wird. HiBore steht seit jeher für einfache Spielbarkeit, innovative Designideen und stressfreies Golfen. Wer also auf der Suche nach einem einfach zu beherrschenden Equipment ist, der sollte sicher bei Cleveland genau hinschauen.

Der derzeit aktuellste Launch im Hartwarenmarkt ist die Firma Titleist mit sechs neuen Eisensätzen und zwei neuen Hybriddesigns. Sechs unterschiedliche Eisensätze klingt für Titleist extrem viel, weil in unserem Markt normalerweise nur vier zu bekommen sind. Doch die T-MB Variante war schon in Asien und den USA als kompletter Satz erhältlich (bei uns nur die langen Eisen) und kommt nun auch zu uns. Bleibt also ein neuer Satz mit dem AP3. Titleist teilt seine Serie in zwei Kategorien auf: Players Eisen mit dem Schwerpunkt Rückmeldung, klassische Formen in der Ansprechposition und Shotmaking-Qualitäten (MB, CB und AP2) und Distance Eisen mit dem Schwerpunkt Länge, Stressfreiheit und Flughöhe (AP1, AP3 und T-MB). Die Distance Eisen eignen sich auch hervorragend als Option für Kombisätze. So lassen sich AP2 und AP3 sehr gut vereinbaren, oder CB/MB und T-MB. Die Kombo-Option ist vor allem dann eine sehr gute Idee, wenn die Eisen mit weniger Loft mehr Flughöhe brauchen, als es mit dem Eisen aus der Grundserie machbar ist. Eine Sonderstellung in der Familie der Distance Eisen nimmt sicher das AP3 ein. Es schließt eine Lücke zwischen AP2 und AP1. Die Form ist ähnlich kompakt, wie es beim AP2 der Fall ist in Kombination mit wenig Offset und einer relativ schmalen Toplinie, bietet aber ähnliche Längen und vergleichbare Stressfreiheit an, wie das AP1. Nach Herstelleraussage möchte Titleist mit dem AP3 Spieler wieder für sich begeistern, die sehr gerne AP2 spielen möchten, aber aufgrund der relativ klassischen Lofts zu viel Länge einbüßen im Vergleich zu Wettbewerbern. Und da wir diese Eisen auch schon selbst testen konnten, können wir ihnen versichern, dass dieser Spagat gelungen ist.

Und auch die beiden neuen Hybrids sind sehr interessant, da sie sich sowohl von der Optik als auch vom erzeugten Ballflug deutlich unterscheiden. Beim eigenen Testen war der Flughöhenunterschied zwischen dem etwas größeren H1 und dem sehr kompakten H2 Modell über 10 Meter bezogen auf die Peak Height, was eine klare Differenzierung und optimale Anpassung stark erleichtert.

Auch wenn sich die aktuelle Saison dem Ende zuneigt – es ist ein sehr guter Zeitpunkt, um sich mit neuem Material zu befassen. Und es gibt

 

Michael Welwarsky

Kontakt:

Clubmate Golf GmbH
Darmstädter Str. 33
D-64319 Pfungstadt-Eschollbrücken
Telefon: 06157-80366-40
http://clubmategolf.com/

Links:
Wiki über Clubfitting

http://www.cybergolf.de/links/clubfitting

http://www.cybergolf.de/links/golfschlaeger

 

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