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Deutschland hilft
Endlich haben Deutschlands Golfer was zu lachen

Clubfitting-Experte Michael Welwarsky von Clubmate Golf über Golfausrüstung im Jahr 2016.

Im Jahr 2016 hat sich sviel ereignet, was vor allem unseren Bereich Hartware betrifft. Zum einen gab es sehr viele interessante Produkte, die einen überwiegenden Teil der vollmundigen Marketingversprechen halten konnten. Callaway hatte ein weiteres, sehr erfolgreiches Jahr mit sehr vielen Produkten, die aber sehr gut differenzierbar waren. Auf diesem Weg wird das Unternehmen offenbar weiter voranschreiten, was sich in den Herbst-Releases sehr deutlich widerspiegelt. Clubmate Golf Logo

Taylor Made hat mit seiner M-Familie wieder deutlich an Boden gut gemacht, auch wenn die ersten Modelle ein paar Schwierigkeiten mit der Carbon-Titanverbindung hatten und wohl der eine oder andere Kopf ausgetauscht werden musste. Von der Performance her waren die Modelle aber sehr gut und auch hier war die Differenzierung zwischen M1 und M2 vor allem beim Driver sehr gut gegeben. Dies scheint sich als extrem wichtiger Faktor für den Verkaufserfolg zu etablieren. Ping hatte mal wieder ein Ping Jahr mit vielen Stärken und sehr wenigen Schwächen.

Und Titleist macht das, was Titleist am besten kann – solide Produkte mit striktem 2 Jahreszyklus. Einzig die Hybridserie wurde kurzfristig ersetzt, um diese zukünftig parallel zu den Eisen laufen lassen zu können. Dies entspricht der Firmenphilosophie, dass Hybrids keine kleinen Hölzer, sondern leichter zu spielende Eisen-Alternativen sein sollen. Insofern ist es absolut sinnvoll, diese beiden Kategorien immer zeitgleich rundzuerneuern.

Doch es gibt auch etliche weniger erfreuliche Nachrichten in der Hartwarenwelt des Golfsports. Vor allem die Namen Nike, Taylor Made und Golfsmith sorgen für Schlagzeilen unterschiedlichster Art im Golfmarkt. Zuerst verkündet der Sportartikel-Riese Nike, dass man sich aus dem Bereich Hartware komplett zurückzieht. Keine Schläger, keine Taschen, keine Bälle – alles, was nicht Schuhe und Bekleidung ist, wird eingestellt. Jahre mit viel Entwicklungsaufwand, interessanten Nischenprodukten, namhaften Produktentwicklern und hohen Marketingkosten (Tiger Woods, Rory McIlroy, Michelle Wie, David Duval, etc.) stellen sich als wertlos heraus und Nike zieht offensichtlich die Notbremse. Einige Vertragsspieler haben sich schon anderweitig umgeschaut (Charles Schwartzel wechselte zum Branchenneuling PXG), andere lassen sich damit wesentlich mehr Zeit und können sich auch durchaus zwei Jahre ohne Schlägervertrag gut vorstellen (Rory McIlroy).

Bei Taylor Made brodelt die Gerüchteküche ja schon sehr lang und der Mutterkonzern Adidas ist hier seit einigen Monaten auch sehr klar in seiner Stellung: Die Trennung vom Golf-Konglomerat bestehend aus TM, Adams Golf, Ashworth und Yes! Puttern ist beschlossene Sache. Es gibt wohl schon einen Käufer, wobei die Details erst Ende dieses Jahres bekannt gegeben werden sollen. Adidas hatte offensichtlich kein Interesse mehr daran, sich die guten Jahresbilanzen durch die tief roten Zahlen von TM vermiesen zu lassen.

Und zu guter Letzt das Unternehmen Golfsmith. Vor einigen Jahren noch der absolute Platzhirsch in den USA. Zum einen ganz am Anfang als reines Komponentenhaus mit Distributionen der üblichen Verdächtigen (Golf Pride, Lamkin, Winn, UST, Mitsubishi, Aldila, etc.) und später auch mit normaler OEM Ware ausgestattet spielte Golfsmith lange Zeit Katz und Maus mit den Mitbewerbern. Doch schon vor ein paar Jahren wurde das Unternehmen an ein Kanadisches Unternehmen verkauft, um nun zu guter Letzt unter Chapter 11 abgewickelt zu werden. Das ist noch nicht das Ende des Unternehmens, aber dennoch ein sehr deutliches Signal an den Markt. Auch wenn sich einiges in den letzten Monaten wieder zum Positiven hin verändert hat, ist noch lange nicht alles Gold, was da so im Golfmarkt glänzt.

Wir sind auf jeden Fall gespannt auf die PGA Show im Januar und freuen uns derzeit über die neuen Produkte, die gerade ankommen und sehr vielversprechend sind. Titleist scheint mit der 917er Holzserie ein großer Wurf gelungen zu sein und Callaway geht konsequent seinen Weg der Zielgruppendifferenzierung weiter. Wir sind neugierig darauf, wie sich der Markt in den kommenden Jahren weiter entwickelt.

Michael Welwarsky

 

Kontakt:

Clubmate Golf GmbH
Darmstädter Str. 33
D-64319 Pfungstadt-Eschollbrücken
Telefon: 06157-80366-40
http://clubmategolf.com/

Links:
Wiki über Clubfitting

http://www.cybergolf.de/links/clubfitting

http://www.cybergolf.de/links/golfschlaeger

 

 

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