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Deutschland hilft
Endlich haben Deutschlands Golfer was zu lachen

Fitting-Experte Michael Welwarsky (Clubmate Golf) hat einen Artikel zum Thema Schäfte veröffentlich und uns gestattet, den auf Cybergolf zu veröffentlichen....

Die Suche nach dem passenden Schaft – wo bitte geht’s zur besten Performance?

In einem Schlägerzeitalter, in dem die großen Innovationen bei der Entwicklung der Schlägerköpfe zu fehlen scheinen, wird der Schaft immer stärker in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. Die Suche nach dem richtigen Stück Stahl oder Graphit ist von vielen Unwägbarkeiten gekennzeichnet und führt den Golfer oft eher ins Chaos und immer seltener zum optimalen Produkt.

Wie also kommt man zum optimalen Schaft und somit zu möglichst wenig Sand im Getriebe? Mit das erste und damit in den meisten Fällen das wesentliche Merkmal ist das Gewicht des Schaftes. Jeder Spieler hat, zumindest unserer Erfahrung nach, ein Wohlfühlgewicht. Von diesem perfekten Gewicht kann man ein bisschen nach oben und nach unten abweichen und erhält immer noch ordentliche Daten/gute Schläge. Verlässt man diesen Wohlfühlbereich aber, dann leidet die Trefferqualität deutlich.

Das nächste Auswahlkriterium ist die faktische Schafthärte. Leider gibt es im Golfbereich keine Normen und beim Schaftflex macht sich dies sehr deutlich bemerkbar. Wir messen daher die Schafthärte mit Hilfe eines entsprechenden Gerätes in der Messeinheit Cycles per Minute (cpm). Diese Angabe hilft, zumindest eine erste Einschätzung vornehmen zu können.
Nun kann es problemlos passieren, dass ein Schaft, der mit Regular (R-Flex) beschriftet ist, die gleiche Frequenz hat, wie ein Schaft, auf dem Stiff oder Senior-Flex steht. Daher spielen für uns diese Bezeichnungen eine untergeordnete Rolle und wir betrachten eben die gemessenen Werte. Eine erste Festlegung der „Wunschfrequenz“ erfolgt anhand der Schlägerkopfgeschwindigkeit des Spielers und dessen Schwunggestaltung (Art der Transition und Zeitpunkt des Releases). Es kann also auch durchaus passieren, dass Spieler mit gleicher Geschwindigkeit unterschiedliche Schafthärten bekommen, weil sie eben unterschiedlich schwingen, bzw. schlagen.

Das dritte Auswahlkriterium ist das sog. Schaftbiegeprofil. Vereinfacht sprechen die Hersteller hier von Kickpoint, wobei das leider irreführend ist, da es hierfür auch keine objektive Festlegung gibt. Grob gesagt, gibt es Schäfte, die im Tipbereich eher weich sind, was einem niedrigen Kickpoint entsprechend würde. Diese Schäfte sorgen für einen etwas höheren Ballflug mit mehr Spin. Andere Schäfte sind in diesem Bereich eher hart (hoher Kickpoint), was zu einem flacheren Ballflug mit weniger Spin führt. Und eine dritte Gruppe (mittlerer Kickpoint) liegt eben zwischen diesen beiden Extremen, was zu einem mittelhohen Ballflug mit mittleren Spinraten führen kann.

Anhand dieser Auswahl lässt sich schnell erkennen, dass es nicht sinnvoll ist, seinen eigenen Schaft nach Tourpräsenz auszusuchen. Denn der eigene Golfschwung hat oft nichts mit den Schwüngen der Pros zu tun, die dann wiederum auch nicht zwingend das Material spielen, was man anhand der Bilder im Fernsehen vermuten würde. Denn zu allem Überfluss sind die großen Touren dieser Welt auch noch die Hauptspielwiese für Prototypen, One-of-a-kind Schäften für einen ganz bestimmten Spieler und ähnliche Sonderanfertigungen.

Es bleibt damit nur der Weg zu einem kompetenten Fitter, der mit der Datenflut eines Trackmans oder eines Flightscopes zurechtkommt und die vorhandenen Informationen richtig interpretiert.

Michael Welwarsky

 

Kontakt:
Clubmate Golf GmbH
Darmstädter Str. 33
D-64319 Pfungstadt-Eschollbrücken

 

Links:
https://de.wikipedia.org/wiki/Golfschl%C3%A4ger-Fitting

http://www.cybergolf.de/links/clubfitting

http://www.cybergolf.de/links/golfschlaeger

 

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