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Deutschland hilft
Endlich haben Deutschlands Golfer was zu lachen

Allgemeine Informationen über den Easy-Putter hatte ich bereits vor einigen Wochen veröffentlicht. Nachdem ich das Modell, das mir der Hersteller EasyPutter zu Testen zugeschickt hatte, einige Wochen lang ausprobieren konnte, bat ich den Inhaber, mir einige Fragen zu beantworten...

Frage: Herr Strzygowski, als Einführung für meine Leser wäre schön zu wissen, wie Sie dazu kamen, diesen Putter zu bauen?

A (EasyPutter-Inhaber Strzygowski):
Die übliche Story – ich fand keinen Putter, der meinen Wünschen entsprach: ermöglicht einfaches und präzises Zielen, passt sich in seinen Parametern dem Spieler an, wiederholbarer Schwung, Verdrehen minimieren – auf die Technik umgesetzt heißt das: schwer, Mallet mit viel Gewicht im Außenbereich, Center Schaft, passender Lie-Winkel, optimaler Weise selbststehend (ich gehöre auch zu der Hälfte der Menschheit, die über der Linie nicht korrekt zielen können).
Dabei habe ich mich ausführlich mit dem Putten  (Probleme beim Putten, deren Entstehung, mögliche Lösungen und „Erleichterungen“ (technisch und physiologisch) etc. beschäftigt – um dann meine Anforderungen an einen (für mich) wirklich guten Putter zu definieren. Da lag es nahe, nicht nur ein Modell für mich selbst zu bauen, weshalb wir dann soweit möglich alle Parameter dauerhaft einstellbar gestalteten. Das Konzept designte dann Prof. Stauss, weshalb es den EasyPutter jetzt „in schön“ gibt. Die frühen Funktionsmodelle waren nämlich nicht wirklich schön.

F: War der Putter, wie er mir geschickt wurde, eine Standard-Konfiguration, oder Zufall?

A: Schaft und Griff waren konfiguriert wie besprochen – die vorinstallierte Gewichtung war mehr oder weniger Zufall – er war soweit ich mich erinnere, mittelschwer konfiguriert. Die meisten der gefitteten Putter, die für Männer bestellt werden, sind sogar im oberen Drittel der Gewichtung angesiedelt…

F: Ich fand den Putter zuerst sehr schwer, Schwunggewicht hinter F.... gar nicht mehr zu messen.

A: Viele Kunden spielen mit deutlich über 600 Gramm, ich selbst habe trotz sehr kurzem Schaft 726 Gramm, selbst meine Frau ca. 630gr.

F: Jetzt, mit den leichtesten Scheiben drin ist er mit ca. 600 G immer noch schwerer, als andere Putter die ich habe. Nur der Bettinardi -Little Ben kommt da etwas hin, aber das liegt an seinem schweren Griff. Also: Ist das Schwunggewicht nicht so relevant oder wurde es einfach dem Stehen des Putters geopfert?

A: „Schwunggewicht“ ist meiner Meinung nach keine wirklich sinnvolle Einheit für Putter: dieser Balancepunkt ist nicht aussagekräftig: Gedankenexperiment: bei einem Gleichgewichtspunkt bei 75% dEasy Putterer Länge könnte man auf einen Schläger weiteres Gewicht (z.B. 3 Kg auf die kurze Seite, 1 Kilo auf die lange Seite) packen –er hätte immer noch das gleiche Schwunggewicht, wäre aber ein völlig anderer Schläger….

F: Wer um Himmels willen braucht all die schweren Scheiben, wenn er schon in der leichtesten Konfiguration etwa dem Heavy-Putter entspricht?

A: Wie bereits erwähnt: Auch wenn das schwere Gewicht erstmal ungewohnt ist, ergeben sowohl Austesten als auch PuttLab-Analyse für viele Spieler sogar noch eine deutlich schwerere Gewichtung als es Heavy-Putter anbietet. Der zur Zeit seiner Einführung auch „Erstaunen“ angesichts des ungewohnt hohen Gewichtes hervorrief.

F: Ist der Kork-Griff Standard? Ich mag ihn, aber etwas „tacky“ Griffe sind mir lieber.

A: Es ist der Standardgriff. Wir bieten auch noch etliche Alternativen an, vor allem die Winn Jumbo Lite, die eine ähnliche Form haben und dadurch sehr viel besser wiederholbar gegriffen werden können als runde Griffe. (Wir bieten auf Sonderwunsch aber auch SuperStroke-Griffe an).

Drei Wochen später:

F: Nachdem ich den Putter jetzt häufiger gespielt habe, habe ich tatsächlich ein Bedürfnis, den Kopf etwas schwerer zu machen. Damit experimentiere ich derzeit. Die Grüns sind im Herbst meist langsamer, was mich zu der Frage führt, auf welchen Grüns ich mit einen (relativ) schwereren oder leichteren Putter benutze?
Könnte man sagen: Je langsamer die Grüns umso schwerer sollte der Putter sein –  oder umgekehrt?

A: Das hängt davon ab, mit welcher Technik man puttet. Es gibt zwei prinzipiell unterschiedliche Vorgehensweise –

-          A: Putten mit gleichem Kraftaufwand – die Zeitdauer der Puttbewegung unterscheidet sich, eine Bewegung für einen langen Putt dauert auch länger als ein kurzer Putt

-          B: Putten in der gleicher Zeit – jede Puttbewegung dauert gleich lang, für einen kurzen Putt wird die Bewegung langsamer ausgeführt als bei einem langen Putt.

Für den Fall A: - die Bewegung wird mit dem gleichen Kraftaufwand durchgeführt – höheres Gewicht bedeutet geringere Beschleunigung -> für langsame Grüns muss das Gewicht verringert werden, so dass der Putterkopf bei gleichem Kraftaufwand schneller beschleunigt wird:

langsames Grün:                         weniger Gewicht

Mittelschnelles Grün:                   persönliches „Wohlfühlgewicht“

Sehr schnelles Grün:                   mehr Gewicht

Für den Fall B: - die Bewegung wird in der gleichen Zeit ausgeführt – eine Gewichtsveränderung ändert nicht die Geschwindigkeit -> das Gewicht muss erhöht werden, um mehr Energie zu generieren (für langsamere Grüns):

langsames Grün:                        mehr Gewicht

Mittelschnelles Grün:                  eigenes „Wohlfühlgewicht“

Sehr schnelles Grün:                  verringertes Gewicht

Die Gewichtsanpassung an die aktuelle Grüngeschwindigkeit ist also prinzipiell möglich.

Meist reicht es aber, vor dem Spiel die Grüngeschwindigkeit mittels einiger Standardputts zu testen und die Länge der Standardputts für den jeweiligen Tag zu „kalibrieren“… also z.B. heute läuft der Ball bei Standardputt 1 nur 3 Schritte,  bei Standardputt 2 heute 7 Schritte, Standardputt 3 läuft der Ball 12 Schritte lang.
Merkt man sich die Längen der Standardputts für den heutigen Tag, kann man die anderen Distanzen gut abschätzen. Morgen können die Werte allerdings schon wieder ganz andere sein, z. B. nach einem Rasenschnitt oder ausgiebigem Regen.

F: Ihr Modell bietet zwei Schlagflächen, die mitgeliefert werden. Wann würde man welche Schlagfläche einsetzen, oder ist das einfach nur Gefühlssache?

A: Reine Geschmacks- oder Gefühlssache, die Wiederholbarkeit und Präzision ist bei allen unseren Schlagflächen dauerhaft gleich hoch – deshalb wir auch keine Kunststoffinserts oder ähnliches verwenden, sondern präzises und dauerhaft stabiles Metall.

F: Der bisher in Deutschland bekannteste „stehende Putter“ ist der Spicy-Putter von Heuler/Suxdorf, wobei das auch nicht der erste stehende Putter auf dem Markt war. Wurden Sie bei der Idee Ihres Putters von der Idee des Spicy-Putters inspiriert, oder lag für Sie einfach auf der Hand, das Ihr Putter stehen muss, woraus sich auch das erhebliche Kopfgewicht ableiten lässt?

A: Aufgrund der Schwierigkeiten beim Zielen ist ein stehender Putter die optimale Lösung – natürlich haben wir auch den Spicy-Putter getestet, aus mehreren Gründen hat er aber unsere Anforderungen nicht erfüllt – daher war dann die Entwicklung eines eigenen Putters irgendwann der logische Schluss.

F: Haben bereits irgendwelche Professionals Interesse an Ihrem Putter gezeigt, oder ist diese Zielgruppe für Sie nicht relevant?

A: Ja, zwei Professionals haben den EasyPutter – darunter ein international sehr bekannter Profi. Der wurde per SAM Puttlab gefittet, einige seiner bisherigen Putter sowie potentielle alternative Putter ebenfalls in den Test aufgenommen – und aufgrund der Ergebnisse hat der Spieler zwei EasyPutter in verschiedenen Konfigurationen (Länge und Griffe) bestellt. Wir wollen aber seinen Namen noch nicht nennen. Wenn er sich über den Winter umgewöhnt hat, sehen wir nächstes Jahr im Fernsehen einen EasyPutter bei den Masters.

Allerdings muss man auch sagen: wer es auf dieses Profi-Niveau geschafft hat, kann auch mit den bisher üblichen Puttern zufriedenstellend putten. Wer allerdings größere Probleme mit den traditionellen Puttern hat und noch Verbesserungspotential sieht, dem hilft in vielen Fällen der EasyPutter, so gut zu putten wie es für ihn möglich ist.

F: Welcher Kunde mit welchen Putt-Problemen wäre mit dem EasyPutter optimal bedient?

A: -          Golfer mit Zielproblemen – statistisch mindestens 50% aller (Hobby)Golfer, denen dieses Problem meist gar nicht bewusst ist. Unbewusst haben sie sich einen zweiten Fehler (Ausgleichsbewegung) angewöhnt, so dass doch immer wieder Bälle fallen. Aber nicht in der Häufigkeit wie es möglich wäre.

-          Spieler, die nicht die die gewünschte Präzision erreichen, zum Beispiel bei einem kleinen Sweetspot (EasyPutter haben riesige Sweetspots) oder im Treffmoment nicht zuverlässig „square“ (im 90-Grad-Winkel) an den Ball kommen.

-          Golfer, die wirklich so gut putten wollen, wie es für sie möglich ist – und das geht nur mit dem individuell passenden Putter.

-          Golfer, die an Yips leiden, da das hohe Trägheitsmoment die Auswirkungen von Yips verringert.

-          Golfer, die einen wirklich exklusiven Präzisionsputter spielen wollen.

F: Es gibt einen sehr freundlichen Testbericht Ihres Putters im GOLF MAGAZIN 1-2015. Haben sich seither auch andere Fachmagazine gemeldet? Ich denke mal, dass so ein Putter nicht jeden Tag in Deutschland erfunden wird? Das muss doch redaktionelles Interesse hervorrufen? Oder melden sich nur die Anzeigenabteilungen?

A: Der Artikel im Golfmagazin ist natürlich ein sehr gelungener Erfahrungsbericht – weitere Artikel finden sich auf http://www.easy-putter.com/easy-putter/pressestimmen/.   Einige der Journalisten, die den EasyPutter getestet haben, spielen ihn mittlerweile selbst…

F: Vielen Dank für das Gespräch

A: Gerne!

Kontakt:
EasyPutter
Steffen Strzygowski
D-83059 Rosenheim/Kolbermoor
www.easy-putter.com

 

Statement von Uwe Wagener, Golfschule GolfPark Winnerod

Ich war mit dem Putter 2 x auf dem Puttinggrün und wenn man die Qualität des Grüns berücksichtigt und ich mich mehr auf die Bereiche Optik, Gefühl, Ausgewogenheit, Zielen und Verstellbarkeit konzentriere, dann muss ich folgendes sagen:

Optik

Wenn man von einem kleinen Putter kommt ist die große Form schon sehr ungewohnt, aber wie bei vielen Sachen, wenn der Erfolg kommt, vergisst man das schnell und er macht dann auch Spass

Gefühl und Ausgewogenheit

Durch den neuen dicken Griff fühlt er sich im Treffmoment sehr positiv an, gibt dem Spieler eine gute Rückmeldung. Ausgewogenheit des Face Balance Putters sehr gut!!

Zielen

gerade für Spieler die damit Probleme haben sehr einfach. Würde das gerne mit einigen Schülern noch einmal mit dem SAM PuttLab überprüfen.

Verstellbarkeit

Ein riesiges Plus, da man den Putter im Lie verändern kann, falls der Spieler z.B. durch unterschiedliche Ansprechpositionen einen anderen Lie benötigt.


Uwe Wagener
P.G.A. Professional
Fully Qualified PGA Golfprofessional

 

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