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Deutschland hilft
Endlich haben Deutschlands Golfer was zu lachen

Der Hinweis eines Internisten führte mich zu Ubiquinol, der aktiven Form von Coenzym Q10. Ubiquinol unterstützt das Herz und besonders ältere Sportler können von dieser Nahrungsergänzung profitieren. (ep)

In den vergangenen beiden Jahrzehnten hat die Zahl der sportlich aktiven Älteren deutlich zugenommen. Generell treiben ältere Menschen heutzutage mehr und intensiver Sport als früher. Die über 40-Jährigen sind zur festen Zielgruppe vieler Fitnessstudios geworden. Und während vor rund 20 Jahren noch Wandern und Golf spielen zu den beliebtesten Sportarten der über 50-Jährigen zählten, sind die sogenannten Best Ager mittlerweile auch bei Marathon, Mountainbiking und Triathlon zahlreich vertreten. Dass Sport einen wichtigen Beitrag zu gesundem Altwerden leistet, ist den meisten bewusst. Was viele jedoch nicht wissen: Im fortgeschrittenen Alter stellt der Körper andere Anforderungen beispielsweise an die Versorgung mit Vitalstoffen. Ein im Breitensport noch relativ unbekannter, aber sehr gut erforschter essenzieller Mikronährstoff ist Ubiquinol – die physiologische und somit bioaktive Form von Coenzym Q10.

Natürliche Lebensenergie

Ubiquinol ist für die Energiegewinnung in den Mitochondrien der Zellen unverzichtbar: über 95 Prozent der Energie wird mit dessen Hilfe in der Atmungskette freigesetzt. Organe mit hohem Energiebedarf wie Gehirn, Herz oder die Skelettmuskulatur brauchen daher große Mengen des natürlichen Mikronährstoffs. Wie viel Energie eine Zelle freisetzen kann, hängt entscheidend von der verfügbaren Menge an Ubiquinol ab. Bis zum mittleren Lebensalter kann der Körper Ubiquinol selbst synthetisieren. Mit abnehmendem Stoffwechsel, etwa ab dem vierzigsten Lebensjahr, sinkt jedoch die Produktion. Auch Krankheiten wie Diabetes, eine vitamin- und mineralstoffarme Ernährung, langanhaltender negativer Stress und sportliche Höchstleistungen können den Ubiquinol-Spiegel im Blut senken. Ein Mangel kann sich in verschiedenen Beschwerden wie verminderter Ausdauer, Müdigkeit, Muskelproblemen, geschwächter Immunabwehr, langsamer Regeneration sowie in beschleunigten Alterungsprozessen äußern. Über die Ernährung können im Schnitt nur zehn Prozent[1] des täglichen Bedarfs abgedeckt werden. Für eine ausreichende Versorgung müsste man zum Beispiel 1,5 Kilogramm Erdnüsse oder 60 Avocados pro Tag essen. Daher bietet sich eine Nahrungsergänzung an. Das aktive Ubiquinol ist dabei besser bioverfügbar als herkömmliches Coenzym Q10, weil der Körper es nicht erst umwandeln muss.

Oxidativen Stress ausbalancieren

Wer sich wenig bewegt, hat ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen; das ist hinlänglich bekannt. Allerdings verträgt das Herz auch eine Überdosis Sport auf Dauer schlecht: Denn intensive sportliche Aktivität erhöht die Sauerstoffaufnahme und somit die Bildung von zellschädigenden freien Radikalen. Die körpereigene antioxidative Abwehr, an der Ubiquinol maßgeblich beteiligt ist, befindet sich in einem empfindlichen Gleichgewicht. Ubiquinol hält Zellmembranen elastisch und schützt sie vor Schäden durch reaktive Sauerstoffverbindungen. Innerhalb der inneren Mitochondrienmembran ist dieser Schutz besonders wichtig, denn während der Energieproduktion können freie Radikale hier in großen Mengen auftreten – beispielsweise bei intensivem Training. In einer Studie[2] mit Rugby-Spielern wurde festgestellt, dass durch die einmonatige Supplementation von 200 mg Ubiquinol pro Tag weniger freie Radikale in den Zellen entstehen – sowohl während des Trainings als auch in der Erholungsphase. Zudem wurde gezeigt, dass schon eine einzige Trainingseinheit von rund 40 Minuten den Coenzym Q10-Blutplasmaspiegel bei Athleten signifikant senkt. Für Hochleistungssportler werden daher generell höhere Ubiquinol-Dosierungen von mindestens 200 mg pro Tag empfohlen. Als Antioxidans hilft Ubiquinol außerdem, Schäden an der mitochondrialen DNS zu verhindern, die Alterungsprozesse beschleunigen.

Anti-Aging: Mehr Lebensqualität im Alter

Die folgenden drei Beispiele altersbedingter Erscheinungen veranschaulichen die Vorteile einer Nahrungsergänzung mit Ubiquinol:

1) Herzprobleme

Da mit dem Alter die körpereigene Produktion von Ubiquinol abnimmt, sinkt auch der Ubiquinol-Gehalt im Herzen und dessen Fähigkeit zur Energieproduktion. Ein 40-Jähriger zum Beispiel hat etwa 30 Prozent weniger Ubiquinol im Herzmuskel als ein 20-Jähriger. Das Herz wird somit schwächer. Daraus kann sich über mehrere Jahre hinweg eine Herzinsuffizienz entwickeln, die auch andere Organe beeinträchtigt, da sie nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt werden. Der Körper verliert an Ausdauer und ist weniger leistungsfähig.Der Schweregrad des Ubiquinol-Mangels korreliert mit dem der Herzinsuffizienz. Das Energiedefizit beeinflusst die Herzleistung und umgekehrt geht ein geschwächtes Herz einher mit einer mangelhaften Energieproduktion.

Zahlreiche Studien[3],[4] haben belegt, dass eine tägliche Nahrungsergänzung mit Coenzym Q10 oder Ubiquinol die Energieproduktion im Herzen aufrechterhalten und sogar wieder erhöhen kann. Eine aktuelle Langzeitstudie[5] mit 420 Patienten, die unter schwerer Herzschwäche leiden, kommt zu dem Ergebnis, dass eine begleitende Nahrungsergänzung mit Coenzym Q10 sogar die Sterblichkeitsrate annähernd halbieren kann. Im Laufe der zweijährigen Untersuchung besserten sich Symptome, Leistungsfähigkeit und Lebensqualität der Teilnehmer signifikant (Details zur Studie siehe unten). Der Gesundheitszustand kann deutlich verbessert werden, wenn der Q10-Blutplasmaspiegel auf mindestens 3,5 μg/ml steigt – diese Werte können mit Ubiquinol leichter erreicht werden als mit herkömmlichem Coenzym Q10.

2) Statin-bedingte Muskelschmerzen

Immer mehr Menschen, darunter auch viele Freizeitsportler, nehmen Statine ein – Medikamente zur Senkung des Cholesterinspiegels und damit des Risikos von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Oft wird berichtet, dass Athleten beziehungsweise körperlich aktive Menschen Statine schlechter vertragen[6]. Es gibt Hinweise darauf, dass diese Medikamente für eine Abnahme der maximalen Sauerstoffaufnahme des Muskels verantwortlich sind. Generell hemmen Statine durch Blockade des Enzyms HMG-CoA-Reduktase die Biosynthese von Cholesterin. Dadurch wird mehr Cholesterin aus dem Blut in die Körperzellen aufgenommen und verstoffwechselt.Mehrere Stufen dieser Cholesterin-Biosynthese sind identisch mit dem Bildungsweg von Ubiquinol. Die Blockierung des Syntheseweges hemmt also sowohl die unerwünschte LDL-Cholesterinbildung, als auch die körpereigene Ubiquinol-Produktion.Bei Statin-Patienten treten häufig Nebenwirkungen wie Muskelschmerzen, Krämpfe oder verminderte Leistungsfähigkeit auf.Die gleichen Beschwerden gibt es auch bei einem Ubiquinol-Mangel.Eine Nahrungsergänzung mit dem Mikronährstoff kann diesen Symptomen entgegenwirken[7]. Gerade für ältere Sportler, die langfristig Statine einnehmen müssen, ist die Supplementation wichtig – denn sie sind allein schon altersbedingt von sinkenden Ubiquinol-Spiegeln betroffen und haben durch die körperliche Aktivität einen erhöhten Bedarf.

3) Geschwächtes Immunsystem

Hartes körperliches Training stellt nicht nur für den Bewegungsapparat, sondern auch für das Immunsystem eine große Belastung dar – vor allem in fortgeschrittenem Alter, wenn sich die Regenerationszeit verlängert. Es ist bekannt, dass die Abwehrkräfte in den Stunden nach dem Sport geschwächt sind und der Organismus dadurch anfälliger für Infektionen ist. Dieser Zustand wird auch als „Open Window“ Phänomen bezeichnet. Schon kleine belastungsbedingte Mikroverletzungen der Muskulatur können in dieser Phase eine unerwünschte Entzündungsreaktion nach sich ziehen. Im schlimmsten Fall riskiert der Sportler eine Herzmuskelentzündung. Um dem vorzubeugen, sollte bei Athleten individuell geklärt werden, ob ein Nährstoffmangel vorliegt. Hierbei kommt Ubiquinol eine große Bedeutung zu, denn es besitzt auch entzündungshemmende[8] Eigenschaften. Trainingsbedingte Mikroverletzungen des Muskelgewebes gehen deutlich schneller zurück und verheilen rascher, wenn Sportler täglich Ubiquinol zu sich nehmen[9].

Zusammenfassung

Generell ist es für jeden Freizeit- oder Profisportler empfehlenswert, seinen Ubiquinol-Blutplasmaspiegel regelmäßig überprüfen zu lassen. Insbesondere für Athleten ab etwa 40 Jahren oder für Sportler, die Statine einnehmen müssen, ist eine Nahrungsergänzung mit dem Mikronährstoff sinnvoll. Er schützt das Herz-Kreislauf-System, unterstützt die Regeneration und kann Statin-bedingte Muskelbeschwerden mildern. Die Dosis sollte in Abstimmung mit dem behandelnden Arzt oder Sporttherapeuten festgelegt und kontinuierlich überprüft werden. Ubiquinol ist ein rein natürlicher Wirkstoff, der durch Hefe-Fermentation gewonnen wird. Diese Form der Nahrungsergänzung gilt als sicher und hat keine Nebenwirkungen. Außerdem ist der Vitalstoff auf der „Kölner Liste®“ dopingfreier Nahrungsergänzungsstoffe verzeichnet, die Sportler einnehmen dürfen.

[Box-Text:] Q-SYMBIO-Studie

In der „Q-SYMBIO“-Studie wurden 420 Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz aus neun verschiedenen Ländern mit Coenzym Q10 oder Placebo behandelt. Primärer Endpunkt war das Auftreten schwerer kardiovaskulärer Komplikationen wie ungeplante Krankenhausaufenthalte oder Herz-Kreislauf-Tod. Der primäre Endpunkt trat bei Einnahme von Coenzym Q10 nur halb so häufig auf wie bei Placebo (bei 15 Prozent der Patienten gegenüber 26 Prozent). Auch die Gesamtsterblichkeit konnte nahezu halbiert werden (10 gegenüber 18 Prozent). Bei der Zahl der Krankenhausaufenthalte wegen Herzversagens war der Vorteil ebenfalls signifikant. In der Coenzym Q10-Gruppe konnte nach zwei Jahren zudem eine deutliche Verbesserung der Herzschwäche festgestellt werden. Die Autoren der Studie schlussfolgern: „Die Langzeitbehandlung von Patienten mit chronischer Herzschwäche verbessert deren Symptome und reduziert unerwünschte kardiovaskuläre Ereignisse. Die Ergebnisse legen nahe, dass Coenzym Q10 als Begleittherapie bei Patienten mit Herzschwäche sinnvoll ist.“

 


[1]C. Weber: Dietary intake and absorption of coenzyme Q. In: V. E. Kagan, P. Quinn (Hg).: Coenzyme Q: Molecular mechanisms in health and disease, CRC Press, 209-215 (2000).

[2]Tiano, L: Ubiquinol in Sport Nutrition, presented at Bridge2Food Conference, 4th Sport & Performance Platform, Cologne, April 2014.

[3]Langsjoen PH: Supplemental ubiquinol in patients with advanced congestive heart failure. BioFactors 2008; 32; 119-128.

[4]Langsjoen PH, Langsjoen AM: Supplemental Ubiquinol in congestive heart failure – 3 year experience. 6th International Q10 Conference Brussels. May 27-30 2010; 29-30.

[5] Mortensen SA, et al.: The Effect of Coenzyme Q10 on Morbidity and Mortality in Chronic Heart Failure, Results From Q-SYMBIO: A Randomized Double-Blind Trial.Journal of the American College of Cardiology: Heart Failure. 2014. (http://dx.doi.org/10.1016/j.jchf.2014.06.008)

[6]Parker BA, Thompson PD: Effect of statins on skeletal muscle: exercise, myopathy, and muscle outcomes. Exerc Sport Sci Rev. 2012 Oct; 40(4):188-94.

[7]Zlatohlavek L: The effect of coenzyme Q10 in statin myopathy. Neuro Endocrinol Lett. 2012; 33 Suppl 2:98-101.

[8]Schmelzer C: In Vitro Effects of the Reduced Form of Coenzyme Q10 on Secretion Levels of TNF-α and Chemokines in Response to LPS in the Human Monocytic Cell Line THP-1. J. Clin. Biochem. Nutr. 2009, 44, 1-5.

[9]Diáz-Castro J: Coenzyme Q(10) supplementation ameliorates inflammatory signaling and oxidative stress associated with strenuous exercise. Eur J Nutr 2012; 51(7):791-9.

Quelle Body Life 30.12.2014 http://www.bodylife.com/de/aktuell/news-detailseite/artikel/generation-40-praevention-bei-der-herzgesundheit.html

 

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