Der Schnarchsack
Frohes neues Jahr? Na danke, Euch auch. Aber warum soll ich froh sein? Auf den ganzen mistigen Klimawandel ist einfach kein Verlass. Da habe ich keine Reise gebucht, weil man die letzten Jahre von Weihnachten über Neujahr bei uns auf Sommergrüns spielen konnte und was ist jetzt? Tiefschnee! Sack und Asche!
Wie das liebe Greenvieh hocke ich in meinem Stall und scharre mit den Hufen. Die Vorhänge sind zugezogen, damit ich diesen grässlichen Schnee nicht sehen muss. Tonlos flimmern die Aufzeichnungen der OPEN 09 über meinen Bildschirm, auf dem Tomte Tummetott* Watson seine ewigen Runden dreht, die Himmel und Erde im Gleichgewicht halten. „Noch, noch liegt Schnee, aber bald kommt die Sonne zurück und dann darfst du wieder auf die Weide“, scheint er mir zuzumurmeln.
Ansonsten penne ich. Ja, ich bin ein Penner geworden. Ich komme nicht mehr aus dem Bett.
Seit Redaktionsmitarbeiterin Petra einen Kurs über Erdstrahlen besucht und sich ein Messgerät gekauft hat, erforscht sie mit ihren Ruten, Pendeln und Niederfrequenzmessgeräten die Wohnungen sämtlicher Bekannten, die ihre Tür nicht schnell genug zuschmeißen können. In meinem Fall war die Analyse ausgesprochen unangenehm und bestätigt, was manche Leser, Golfredakteure und DGV-Obristen schon längst vermutet haben, nämlich, dass ich nicht nur einen am Sträußchen habe, sondern das auch noch angekokelt ist.
Die Ursache: Ich schlafe – oder besser gesagt – ich schlief jahrelang auf dem Kreuzpunkt eines Curry-Gitters. Also haben wir das Feldbett in der Mitte meiner Klause eingenordet und seitdem schlafe ich wie ein Schnarchsack im Koma.
Für einen von chronischen Existenzängsten übermüdeten Freiberufler stellt das an sich eine Verbesserung dar, hat aber den Haken, dass ich morgens nicht mehr aus den Federn komme. Jahrelang stand ich um sieben Uhr auf und saß um 9 Uhr am Schreibtisch. Das ist vorbei. Meist schlafe ich bis halb 10 um mich dann noch mal rumzudrehen. Meine gesamte Disziplin ist zusammengebrochen. Das mag niemand besonders interessieren, aber ich möchte damit vorsichtig andeuten, dass sich die Dinge, die Welt und die Zeiten ändern und selbst meine heilige Tagesplanung eine Erneuerung erfährt.
Wer bei mir vor 10 Uhr anruft, kann sich auf etwas gefasst machen. Ich arbeite an meinem Currygitter-Jetlag, aber vermutlich wird es noch dauern, bis die neue Golfsaison beginnt. Ein Tiger-Zählspiel mit Startzeit um 9 Uhr, für mich schon immer ein Horror, wäre selbst wenn kein Schnee läge vollkommen undenkbar. Aber es ist ja noch Zeit, zumal es so aussieht, als würde der Schnee diesmal ewig liegen bleiben. Deshalb wende ich mich wieder meinen Recherchen über die Pharma-Verschwörung zu:
In der NDR Sendung „Profiteure der Angst – Das Geschäft mit der Schweinegrippe“ wird aus dem Buch „Korrupte Medizin: Ärzte als Komplizen der Konzerne” von Hans Weiss zitiert. Irgendetwas darüber, dass GlaxoSmithCline vor einiger Zeit in den USA wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung angeklagt oder sogar verurteilt wurde. Das interessiert mich und ich muss mal sehen, wie ich an das Buch rankomme… Offiziell hat angeblich niemand Impfschäden, aber wenn man mit Geimpften und Heilpraktikern spricht (die den ganzen Dreck wieder mal ausleiten dürfen), ist es offensichtlich derart schlimm, dass man vermuten darf, dass es bald zu Massenklagen gegen die Impf-Mafia, ihre Propagandaabteilung BILD, das Paul Unehrlich Institut und die Bundesregierung kommen wird. Dazu komme ich bestimmt rechtzeitig aus den Federn.
Wer über das Geschäft mit der Angst und die Machenschaften der Deutschen Impfkommission und der WHO mehr Informationen sucht, wird hier bedient, denn die nächste Pandemie kommt so sicher, wie das Klingeln in den Kassen der Pharma-Konzerne. Wann werden wir gegen den Golf-Virus geimpft?
Mögen die Zeiten besser werden.
Eugen Pletsch
* “Tomte Tummetott” ist ein Kinderbuch von Astrid Lindgren

