Spätsommerabend in Winnerod
Nach einer schönen Spätsommerrunde saßen wir vor der roten Backsteinmauer des Clubhauses, die noch die Hitze des Tages reflektierte. Es roch bereits nach Herbst. Langsam verschwand die Abendsonne hinter den Hügeln. Die Sphäre war erfüllt von einem unwirklich klaren Licht. Wir blickten über den Teich am 18. Grün und schwiegen.
Die Kameraden tranken ihr Bier, ich meinen grünen Tee.
„Ein herrlicher Abend“, sagte Fritz.
„Zauberhaft schön“, sagte Hans.
Wieder schwiegen wir.
Endlich konnte ich loslassen.
Meine Gedanken flogen mit einem Falken über das Tal und dann zurück zu mir.
Es war ein anstrengendes Jahr gewesen. Mein Projekt „Endlich einstellig!“ hatte mich gefordert, zeitweise überfordert. Wie sehr hatte ich geackert, bis ich vor wenigen Tagen das erste Exemplar meines 3. Golfbuches in den Händen hielt. Ich dachte in diesem Moment an alle, die mich dabei unterstützt hatten und als ich die herrlichen Cartoons von Peter Ruge im Buch durchblätterte, musste ich immer wieder lachen und war glücklich.
Aber wer weiß, ob meine LeserInnen nach der Lektüre von „Endlich einstellig!“ den cäsarischen Daumen heben oder senken werden? Die Vorbestellungen waren (gottlob) beachtlich und die ersten Bücher wurden bereits ausgeliefert. Regelmäßige LeserInnen meines Blogs werden manche Geschichte wiedererkennen, denn natürlich habe ich, wie bei Golf Gaga, teilweise auf vorhandenes Material zurückgegriffen. Wem die Lektüre Genuss bereitet, den bitte ich um eine „Amazon-Kundenrezension“ oder Weiterempfehlung. Andere Golfautoren haben Medien im Rücken, die ihre Bücher ganzseitig bewerben, ich habe „nur“ meine Leser und so hoffe ich auf Euch, damit es ein Bestseller wird!
Ich brauche eine kleine Pause und muss etwas kürzer treten. Das hat sowohl gesundheitliche, als auch berufliche Gründe. Natürlich werde ich mich an dieser Stelle hin und wieder melden, wie könnte ich anders. Aber erstmal muss ich loslassen, um die Dinge zuzulassen, die geschehen sollen. Let the club do the work.
Ich danke Euch allen!
Eugen Pletsch


