Zweite Bayernreise

In der schönen Woche nach Ostern war ich zu meiner zweiten Inlandsexpedition aufgebrochen, die mich zu den Eingeborenen des Freistaates Bayern führen sollte. Genauer gesagt da hin, wo 85 % der Bevölkerung und die meisten Landwirte und Imker für ein Verbot der Gentechnik plädieren, was endlich auch von der Landwirtschaftsministerin Aigner (CSU) erhört wurde oder genauer gesagt, vom Ministerpräsidenten Seehuber (ha, kleiner Versprecher!), der vermutlich von der Mutter des von ihm nebengleisig gezeugten Nachwuchses überzeugt werden konnte, dass gen-technikfreies Futter für die Zukunft der deutschen Bevölkerung mehr Sinn macht, als der kurzfristige Sinnengenuss jener Abgeordneten, die offensichtlich als Lobbyisten von Monsanto im Bundestag sitzen.

Ich selbst war wochenlang von der Goldkeule gedoped, über die ich mich bisher nicht näher auslassen wollte. Findige Leser haben das Bild von meinem Bag analysiert, das ich kürzlich veröffentlich hatte und sie fanden heraus, dass die Golfkeule, wie ich diesen Driver von Grand Golf nenne, von Mike Klais vertrieben wird. Klais besuchte ich ein zweites Mal, um noch ein bisschen an meinem Set der Saison rumzubasteln und um endlich auch mal eine Runde mit ihm zu spielen. Sein Sohn Maxl, der in Klais Werkstatt eine Ausbildung macht, begleitete uns über die neun zauberhaften Bahnen des Golfclubs Obing, wo wir eine flotte, unkonventionelle Runde im Abendlicht absolvierten. Der Platz sah zuerst nur nach „Wiese“ aus, aber dann überraschten mich die Qualität der Grüns und das trickreiche Layout der auf den ersten Blick „einfachen“ Anlage.
Ich spielte in den kommenden Tagen mit einem ebenfalls schwarz-goldenen Driver von Bagger Vance, den mir Mike gebaut hatte. Seine Demo-Goldkeule brauchte er zurück, um die vielen Anfragen zu bedienen. Noch ist dieser Schläger hierzulande eine Rarität.
 

Tja, und dann, ich war noch in Bayern, begann das Gen-Imperium zurück zu schlagen und plötzlich stellten sich viele besorgte Kommentatoren die Frage, ob Deutschland nicht den Anschluss verpassen könnte bei der weltweiten Kontamination der Natur. Doch schließlich brach Volkes Stimme im Radio wie ein Vulkan auf – solche Sendungen hört man eigentlich nur in bayr. Radio- und Fernsehsendungen – und erhitzte Lavaströme des Unmutes machten sich über jene breit, die ich seit Jahren als Gen-Verbrecher bezeichne und die für mich auf der gleichen Stufe anzusiedeln sind, wie chinesische Milchpanscher, die auch nur aus Profitinteresse kleine Kinder vergiften. Genmanipulierte Natur ist irreparabel und in Bayern wurde der erste, durch MONSANTO-Mais kontaminierte Honig als Sondermüll verbrannt. Wollen wir das?

Das war DAS Thema auf meiner Bayernreise, wo ich so herrliche Plätze wie Pfaffing, Obing und – WOW – Golf Valley spielte. Und das alles ohne mein geliebtes MIURA-Wedge, das ich, wie berichtet, hinter dem 7. Grün im Golfclub Nippenburg verloren hatte (Schaft Bi-Matrix Titan Carbon Warp 5 von www.x-mike.de). Natürlich habe ich es liegen gelassen, aber es ist mir absolut unerklärlich, dass es verschwunden bleibt. Was sind das nur für Leute? 

Diesen Rückblick gestatte ich mir, während ich bei Holitzkas im Mossautal ausspanne und  im herrlichen Golfclub Odenwald Schläger teste, darunter den neuen Cleveland Launcher mit 12 ° und A-Flex, der einem rüstigen Senioren mit gemäßigter Schlägerkopfgeschwindigkeit ausgezeichnete Ergebnisse bringen kann!

Der Golfclub Odenwald, der einige gelungene Umbaumaßnahmen - besonders an der zweiten Bahn - unternahm, hat über die Bäche hübsche, kleine Steinbrückchen à la Swilken Burn Bridge gebaut, von denen andere Clubs, ich nenne da mal keinen Namen, nur träumen können. Der GC Odenwald, ein Garant für Entspannung, Ruhe und gute Platzverhältnisse, ist einer der wenigen Plätze, auf dem (fast immer) ohne Startzeit gestartet werden kann! 

Danke für die Zuschriften: Das Thema Doping muss ich langsam angehen und noch Material sichten sowie mit Anwälten sprechen. Manchmal kommt es mir so vor, als würde der DGV solche Themen wie CSA, Trampolin-Effekt und Doping von den internationalen Verbänden übernehmen, weil diese Interessengemeinschaft der Verbände stets aufs Neue versucht, eine Legitimation für ihre Etats und aufgeblähten Personalstrukturen zu finden. Der Druck, sich ständig etwas „Neues ausdenken“ steht aber nicht nur vor dem Hintergrund, sich selbst zu legitimieren. Letztendlich geht es nur noch um Geld verteilen bzw. verdienen und alle „Innovationen“ und Änderungen sind nur noch unter dem Blickwinkel von Beschäftigungsprogrammen und Umsatzsteigerung verständlich. Ich weiß nicht, ob diese „Geschäftigkeit“ besonders der DGS, wirklich im Interesse des Golfsports ist, aber wen interessiert eigentlich noch der Golfsport?
Bei dem Wort Golfsport hatte ich übrigens mehrfach Freud´sche Vertipper. Ich schrieb immer Goldsport….

 Herzliche Grüße 

Eugen