Der Sturmwolkenreiter

Wieder mal hatte ich beim Herrenmittwoch 36 Punkte gespielt und fuhr früher als die anderen los, um meine obligatorischen Physio- und Psychotherapeutentermine wahrzunehmen. Gerade auf der Höhe der Clubhausterrasse schrie mein Mondeo Ghia laut auf. Es war ein grauenhaftes, durchdringendes Kreischen, wie der Schrei des Nazgul, eines Ringgeistes aus Tolkiens Saga.
Das macht er seit einer Weile. Mein Autobastler meint, das läge an der Klimaanlage, da wäre aber nix mehr zu machen. Die eben noch sonnengeröteten Gesichter meiner Mitspieler auf der Terrasse wurden kreideweiß. Ach – der wieder mit seiner alten Mühle… Man erholte sich.
Ich trat aufs Gaspedal, der Mondeo schob eine Extra-Schaufel Koks in die Kolben und wir verschwanden im Abendlicht der hessischen Toskana.
Nein – so nicht, dachte ich. Beim „Günni Invitational“ im Golfclub Höslwang werde ich nicht mit einer alten Mühle auftauchen, die wie eine hungrige Harpyie bei der Fütterung kreischt!
Mir fiel ein, dass ich beim Interactive Turnier im Frühjahr einen Saab SportCombi BioPower für ein Wochenende gewonnen hatte. Ich rief im Saab-Zentrum Frankfurt an und konnte die überaus freundliche Geschäftsleitung davon überzeugen, dass ein Wochenende bei mir von Freitag bis Dienstag dauert. So kam es, dass ich auf dem Weg nach Bayern in Frankfurt-Ost halt machte. Die Pferdestärken meines BioPower-Modells wurden noch mal mit Ethanol gestriegelt, dann ging es los. Die Navigation lächelte, als ich meinen Zielort eingab. Ich fuhr langsam an meinem alten Mondeo vorbei, der einsam am Straßenrand stand. An der Wasserlache zwischen den Vorderreifen sah ich, dass er weinte. Wie gerne wäre er mit nach Bayern gefahren. Traurig winkte ich ihm zu.
Der SAAB Sport Combi glitt sozusagen per Autopilot durch das Industriegebiet, fand einen flotten Weg zur Autobahn, und woooooom explodierte die BioPower Richtung München.
In der chinesischen Mystik (und zur Zeit der Olympiade darf so weit ausgeholt werden) ist unter Taoisten der Begriff des Wolkenreitens bekannt. Die geheimnisvollen Yogis jener Tage ritten auf  Wolken. Im vorderen Orient galten fliegenden Teppiche als bequeme Alternative.
Ob dieses Fliegen physisch durch Levitation stattfand oder indem der Ätherkörper auf Reisen geschickt wurde, darüber gehen die Meinungen so sehr auseinander, wie bei der Frage, ob die Eisenbahn, die von der chinesischen Junta nach Lhasa gebaut wurde, ewigen Wohlstand oder die endgültige Unterdrückung für die Tibeter bedeuten wird.
Der Saab SportCombi BioPower ist eine moderne Zwischenstufe zwischen dem ökologisch vollkommen unbedenklichen Wolkenreiten der Taoisten und dem herkömmlichen Verbrennungsmotor, wobei ich die Ethanol-Kritik als bekannt voraussetze, und darauf nicht weiter eingehen werde. Mein BioPowermobil flog, so schien mir, über alles hinweg und auf angenehmste Weise erreichte ich wie auf einem fliegenden Teppich den Freistaat Bayern. Die Bayern sind eigenartige, kleine Menschen, die stets auf einem Zweirad im Kreis fahren, wie man auf diesem Video sehen kann. Aber immerhin ist der Landkreis um Höslwang gentechnikfreie Zone! Da fühlt man sich gleich besser.

Der Golfclub Höslwang, der in den kommenden zwei Tagen mein Gastgeber sein sollte, empfing mich von seiner schönsten Seite, die da Stephanie Wenrich heißt und die Clubsekretärin ist. Dass die Managerin Frau Rechl, die Seele des Hauses, den Club verlassen wird, erfuhr ich erst am nächsten Tag. Ihr wird manche Träne nachgeweint werden.

Der Himmel war verhangen, es hatte viel geregnet, aber ich machte mich am frühen Abend auf, noch ein paar Löcher zu spielen. Ich verlor einige Bälle, bis ich mich auf die nassen Wiesen eingestellt hatte. Nach neun Loch war es bereits dämmrig und ich bezog mein Zimmer im benachbarten Gasthof. Christoph Günther, Namensgeber und Initiator des Turniers, war noch mit Freunden auf dem Platz unterwegs. Am Abend waren wir alle zum Essen verabredet.

Die Wettervoraussicht für den nächsten Tag versprach Besserung, die Realität am Morgen war jedoch schaurig nass. Die präsenile Bettflucht trieb mich auf die Driving Range. Trotz meiner vier aktuellen Sportverletzungen und den diversen, degenerativen Langzeitschäden traf ich die Bälle überraschend gut. Ich hatte mich noch am Morgen mit meinem Inter-X Gerät therapiert und fühlte mich etwa so fit, wie ein bleigefüllter Turnschuh. Auf dem Weg zum Putting Grün begegnete mir eine schlanke Dame, die durch den Nieselregen Richtung Range ging und freundlich grüßte. Irgendwie kam sie mir bekannt vor.

Als es Zeit zum Abschlag war, traf ich auf meinen Pro Peter aus Fürth und meine Mitspieler, die beide im Golfclub Riedhof spielen. Auch die schlanke Dame stand in der Nähe unter ihrem Schirm und wartete auf ihre Gruppe. Ich war etwas irritiert und fummelte an meinem Bag herum. Dabei drückte aus Versehen auf den Startknopf meines Powacaddy und der schoss davon. Ich hechtete laut fluchend hinter meinem Bag her. Das fiel nach hinten, alle Schläge rutschten raus, die Räder drehten durch: BRRRR! Endlich erwischte ich den Knopf und schaltete die rotierende Powa-Kampfmaschine aus. Was die Dame unter ihrem Schirm dachte, war nicht zu sehen. Ich dachte: „Alter Trottel“ und trottete zum Abschlag.

Da ich dem geneigten Leser die triumphalen Runden, die ich in den letzten Wochen spielte, im Detail erspart habe, werde ich auch diesen patschnassen Tag nicht näher beschreiben.
Wir alle, die wir einen frühen Start erwischt hatten, zogen leise fluchend durch den Regen und hackten uns durch das nasse Gras. Einzige Ausnahme war offensichtlich jene Dame im nachfolgenden Flight, von der nach neun Loch gemunkelt wurde, dass sie erst zwei über läge. Das war sensationell. Sie spielte mit Marcel Haremza und zwei anderen Herren und es war ein Genuss, hin und wieder zurückzuschauen, um ihren Schwung zu betrachten.

Hinter dem 9. Grün entdeckte ich Marc Amort, worauf ich vor Schreck einen langen Bergauf-Putt einlochte. Amort war jahrelang in den Top Ten des Profigolfsports in Deutschland zu finden, wirkt jetzt als Golflehrer in Schloss Langenstein am Bodensee und hat ein spezielles Konzept als Personal Golfcoach entwickelt. Der Erfolg seiner Schüler Haremza und Günther auf der EPD-Tour hat ihm viel Zulauf beschert.

Amort lernte ich vor Jahren erstmals bei einem ProAm kennen. Seit er mir diese herrlichen Hölzer von PersimmonGolf zuschicken ließ, telefonieren wir häufiger. Wir haben beide ein Faible für das Golfspiel in seiner traditionellen Form.

Zur Mittagszeit wurde das Wetter besser. Ab der 10. Bahn folgte Marc der Gruppe von Haremza und dann stand er plötzlich hinter mir, als ich an der 11. Bahn, einem Par 3, abschlagen wollte. Der Sponsor PASCHA hatte dort ein Zelt aufgebaut. Ein Mitarbeiter in einem blauen orientalischen Umhang bot jedem eine Flasche Wodka, der das Grün treffen würde. Ich fasste mein Eisen 6  mit meinem neuen Barbara Helbig Griff, zog durch und kassierte meine Flasche Wodka.

Das war aber auch schon sozusagen der Höhepunkt meiner Runde. Auf der nächsten Bahn stellte sich heraus, dass einer meiner Mitspieler der Ehemann jener blonden  Dame war, die so hervorragend spielte. Seine Frau, nennen wir sie Sonja, ist eine bekannte Fernsehmoderatorin.

Ich besitze keinen Fernsehanschluss, aber meine Trainerin Barbara Helbig erzählte mir beim Training, dass Sonja in ihren Sendungen sehr lustig wäre. Dass die amtierende Clubmeisterin vom Riedhof dem Golfsport mehr aus sportlichen denn aus gesellschaftlichen Gründen verbunden ist, bestätigte sie nach der Runde, als unsere beiden Flights noch einen  Moment zusammen saßen. Ihre golferische Ambition ist beeindruckend, aber noch mehr faszinierte mich ihre Mimik. Sie konnte sogar das Rattengesicht aus Kotzwinkels „FanMan“ ziehen, zumindest fast so gut wie meine Tochter.
Am meisten flippten mich jedoch ihre Augen. Sollte GOLFGAGA jemals verfilmt werden, wäre Sonja mit ihrem feinsinnigen Silberblick meine erste Wahl für die Rolle der Dr. Ludmilla Zeisig, der sie, bis auf die Haarfarbe, in vieler Hinsicht sehr ähnlich ist. Auch aus diesem Grund schenkte ich ihr ein Exemplar von GOLFGAGA. Sonja hatte besser gespielt als mancher Pro, eine beeindruckende Performance. Marc Amort schnalzte noch am nächsten Tag mit der Zunge, wenn er von ihrem Schwung sprach.

Abends wurde ein herrliches italienisches Buffet gerichtet, es hagelte Preise und Christoph Günther war glücklich. Nicht nur über das gelungene Turnier, sondern auch über sein Spiel. Er hatte in Höslwang, wo er seine Lehrzeit verbracht hatte, mit einer 67 die beste Runde abgeliefert.

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Die meiste Zeit verbrachte ich an diesem Abend im Gespräch mit Marc Amort, der mir Geschichten vom jungen Heuler und jener Zeit in Donaueschingen erzählte, als Heuler „jeden Tag ein Buch las“(!) und zu John Jakobs, Hank Haney und anderen großen Golflehrern pilgerte, um alles zu hinterfragen, was man bisher über den Golfsport zu wissen glaubte. Amort verbrachte mit Heuler „unglaublich spannende und lehrreiche sechs Jahre“ bis Marc Amort Tourprofessional und Oliver Heuler Nationaltrainer wurde.

Für den Sonntagmorgen war ich mit Marc auf eine Runde Golf verabredet. Der Tag versprach herrlich zu werden. Der Platz zeigte sich von seiner besten, gut gepflegten, Seite. Clubsekretärin Stephanie Wenrich hatte am Abend zuvor in der Badewanne das Kapitel „Die Mitgliederversammlung“ aus GOLF GAGA gelesen und war dabei vor Lachen fast ertrunken, wie sie erzählte. Sie hatte es irgendwie geschafft, dass ich mit Marc alleine spielen konnte. Ich wollte bei diesem wundervollen klaren Wetter mit Fernblick noch einige Bilder machen und außerdem gedachten wir, in Ruhe mit unseren Persimmon-Hölzern spielen.
Am Abend zuvor hatte mir Marc bereits einen Satz herrlicher Hickory-Schläger gezeigt, die von Tad Moore in USA gebaut wurden. Damit hatte er kürzlich, wie er stolz erzählte, in Wales eine ordentliche Runde absolviert.
Auf unserer Sonntags-Runde spielte er jedoch seine eleganten Dean Ota-Blades, sowie ein Holz 3 von Persimmon Golf Europe und einen Joe Powell Persimmon Driver.

Auch diese Runde werde ich nicht im Detail schildern, na gut, eine Szene: Als wir an der 7 Bahn, dem berühmten Par 3, abschlugen, schaute Amort auf die gegenüberliegende 4. Bahn und sah dort einen groß gewachsenen Spieler. „Merkwürdig“, sagte er, „der sieht aus und schwingt wie Tino Schuster.“ „Diese Jungs sehen heute alle aus wie Tino Schuster oder irgendwelche Pros“, meinte ich. „Schickes Outfit, Sonnenbrille, geile Schuhe und reiche Eltern…“ „Aber dieser Schwung…“ sinnierte Amort, während wir bergauf zu unserem Grün gingen. Später, wir standen gerade am 10. Abschlag, kam eine Corona von Spielern vorbei, dahinter ein schlaksiger junger Mann, der stehen blieb, auf unser Persimmon-Driver schaute und dann sagte: „Hallo Marc!“ Es war Tino Schuster und die beiden hielten ein Schwätzchen.

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Ach, der Text wird schon wieder viel zu lang, aber ich muss noch kurz erzählen, wie ich am nächsten Morgen bei Mike Klais in Chieming vorbeifuhr. Ich hatte mit dem Schlägerbauer und Autor von kontrovers diskutierten Texten zum Thema Clubfitting  im Frühjahr länger telefoniert. Ich war für Montagmorgen angemeldet und da stand ich nun. Der Eintritt in seinen Shop war wie ein Sprung in eine andere Welt. Sofort fiel mir St. Andrews mit seinen Workshops und Garagen voll mit Schlägern, Material und Golfgerümpel ein, in denen ich in meiner golferischen Jugend endlose Stunden verbracht hatte.

Mike Klais mit seinem fast kahlen Kopf, seinem Ziegenbärtchen und seinen freundlichen Augen hinter der Brille sieht aus wie ein Taoist, der als Techno-DJ arbeitet. Und in der Tat: Klais ist ein Techniker, der die abstrusen Stilblüten der Industrie kritisch nachmisst und die Märchen des Golfmarketings schonungslos mit seinen Messgeräten entlarvt. Ein Überzeugungstäter mit hoher Kompetenz, aber nicht mit dem missionarischen Eifer mancher Clubmaker infiziert, die sofort das eigene Produkt aufzuschwatzen versuchen. Nein – Klais sucht nach Lösungen und ein gutes Produkt kann er neidlos loben. Meinen Driver von MD Golf und meinen Persimmon Driver bezeichnete er beide als gut gearbeitet. Eines seiner Themen ist das Shapen der Schäfte. Alle Schäfte jedweder Fertigung sind unrund und flexen nicht in jede Richtung gleich. Je nachdem, wie man einen Schaft nun einbaut, kann ein Schaft optimal kicken oder fühlt sich tot an, wie Fachleute sagen, oder er beeinflusst den Ballkontakt negativ, was keine Seltenheit ist.

Viele Spieler, auch Professionals, habe keine Ahnung, von welcher Art Qualität ihre Schäfte wirklich sind. Die Industrie liefert, so glaubt man, in sich stimmige Schlägersets, aber schon Heuler hat vor Jahren in seiner Untersuchung nachgewiesen, dass es sich meist um Pfusch handelt.

Klais ist davon überzeugt, dass der Lieblingsschläger eines Spielers eben jener ist, der zufällig optimal kickt. Sein Anspruch ist, Kunden, die von weither anreisen, aus seinem Vorrat von ca. 4000 Schäften eben genau jene zusammenzustellen, die zusammen passen. Und diese Schäfte werden dann so eingebaut, dass sie optimal kicken, womit jeder Schläger zum Lieblingsschläger wird. Klais bietet aber auch an, das Schlägerset eines Kunden zu analysieren. Manchmal ist es optimal gearbeitet, oft nicht. Besonders große Namen schludern. Die nennt er aber nicht, denn diese Firmen sind mächtig.

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Hinter seiner „Garage“ liegt die Werkstatt, in der Klais Schläger baut. Sein Kriterium ist, das die Schläger so sind, wie er sie für sich fertigen würde. Und da liegt die Latte hoch. Zwischendurch kommt ein Golfer aus der Nachbarschaft rein, der einen Putter für seine Frau sucht. Etwas Einfaches. Nach wenigen Minuten ist die Sache geklärt. Der Mann verabschiedet sich. Für den Putter hat er 25.- € bezahlt. „Nein – natürlich keine Eigenfertigung, nicht zu dem Preis, aber das Passende für die Dame“, lächelt Klais. Dann zeigt er mir seine in Deutschland selbstgefertigten Putter. Nach Preisen fragte ich nicht, aber seine Putter erscheinen mir in jeder Hinsicht wertvoll.

Klais würde es gerne sehen, wenn die deutschen Schlägerbauer ihre Präzisionsarbeit mit mehr Selbstbewusstsein gemeinsam am Markt vorstellen würden, anstatt sich gegenseitig madig und Konkurrenz zu machen. „Wir haben viel Know How und brauchen uns nicht zu verstecken. Auf alle Fälle können wir eine ganz andere Fertigungsqualität anbieten, als die Industrie“, meint Klais. Er nennt einige traurige Beispiele. Enttäuscht ist er auch von den Golfzeitschriften. Seine Innovation rillenloser Schläger wurde hervorragend getestet, aber niemand berichtete darüber, damit die großen Anzeigenkunden nicht verprellt würden. Ambitionierte Golfjournalisten begeistern sich für seine Produkte, aber über Klais schreiben darf niemand. Mir fällt dazu der wirklich innovative Spicy-Putter ein, dem ein ähnliches Schicksal beschieden ist. Oder meine Bücher, die in den deutschen Golf-Redaktionsstuben offensichtlich nur Pickel verursachen.
Es war ein spannender Nachmittag voller Informationen und dann machte ich mich aus dem Staub, denn Klais erwartete eine Kundin, die aus dem Rheinland anreiste - um
gefittet zu werden.

Am Nachmittag spielte ich noch vier Loch in Margarethenhof am Tegernsee und sinnierte über das Schicksal verkannter Genies. Dann sah ich eine riesengroße, schwarze Wolke am Himmel, auf der man gut surfen konnte, nordwärts ziehen. Ich rannte zu meinem Saab SportCombi BioPower, warf die Turbinen an, ging auf optimale Flughöhe und ritt heim nach Hessen.

Am SAAB Zentrum Frankfurt wartete mein treuer Mondeo. Auf dem Heimweg tippte ich das Gaspedal gerade mal so an, worauf der SAAB in den Hyperraum gesprungen wäre. Mein Mondeo rollte nur gemächlich bis zur Ampel vor, aber dort quietschte er vor Glück und zwei alte Damen erbleichten.

Eugen Pletsch

P.S.: Zu Hause angekommen, voll von Gedanken über Schläger und Fitting, wollte ich ein paar Lofts meiner Eisen nachmessen. Dabei fiel mir ein Eisen 5 mit der Führungskante auf den nackten Zeh. Ich konnte die Wunde sofort mit meinem Laser behandeln, gebrochen ist hoffentlich nichts. Dann nahm ich die Flasche „Kräuterhexe“, die mir in Höslwang geschenkt wurde und schenkte mir ordentlich ein. Das alte Hausrezept von Ex-Golfprofessional Tobi Jablonka wirkte sofort. Mir wurde bewusst, dass JETZT der Moment ist, endlich mal Ruhe zu halten, die Stille zu pflegen und die Küche zu putzen. Ich diesem Sinne darf ich mich wieder für eine Weile verabschieden.