Der neue Blog - die Wanderung zwischen den Bardos
Cybergolf, das Portal für Golf und Bewußtsein, möchte seinen BesucherInnen drei Dinge bieten:
1.) Interessante Golflinks mit neuen Produkten und anderen Angeboten,
2.) Hintergrundinformationen rund um den Golfsport (und zwar eben nicht nur die Standard-Meldungen der Agenturen, mit denn die meisten Golfsites „Content“ simulieren)
3.) Vergnüglichen Lesespaß.
Den vergnüglichen Lesespaß finden Sie traditionell auf der Startseite verlinkt, im Cybergolf-Archiv oder auf jenen Seiten, die ich bisher als “Golfnotizen von Eugen Pletsch” zu bezeichnen pflegte, und die gemeinhin als Blog anzusehen sind, wobei sich die Geister sich darüber scheiden, ob es der Blog oder das Blog heißt, weshalb ich immer mein Blog sage.
Der Aufwand, den wir treiben, hält sich zwar im Verhältnis zu den branchenbekannten Geldverbrennungsstätten der Golfszene in Grenzen, aber die eine oder andere Maßnahme, lässt sich nicht mit einen freundlichen „Vergelts Gott“ bedanken. Da Cybergolf sich als Dienstleister für die Kommunikation rund um den Golfsport betrachtet, versuchen wir den Anbietern geweblicher Golfseiten deshalb vorsichtig klar zu machen, dass unsere Dienste oft sinnlos érscheinen mögen, aber dennoch nicht kostenfrei sind. Das wird nicht immer nachvollzogen, aber immer öfter und von denen, die kein Geld haben (ich könnte hier bekannte Markenfirmen nennen) manchmal mit einem Kiste Naturalien beantwortet. Die, die uns Nudeln schicken, bekommen keine PR auf Cybergolf, aber die, die uns Golfbälle schicken schon eher, denn Golfbälle haben sich in unseren Kreisen mittlerweile als vernüftiges Zahlungsmittel etabliert. Kommt nur darauf an, was für Golfbälle!
Ich leite den Spannungsbogen jetzt in Richtung Koch-Werkstatt, die ich schon seit längerer Zeit beobachte, wobei mir erst kürzlich bewußt wurde, dass der Betreiber der Seite, Karsten Kuhnen, selbst der Kreator ist und dabei ein ausgesprochen feines Händchen zeigt. Ich fand heraus, dass Meister Kuhnen Gestalter diverser Blogs ist und fasste dieser Tage den Mut, bei ihm anzufragen, ob und zu welchen Konditionen er bereit wäre, meine „Golfnotizen“ auf Wordpress zu transponieren. Dazu wäre er schon bereit, teilte Herr Kuhnen mit, wobei er dezent aber unübersehbar anmerkte, dass er sehr gerne „Titleist-Bälle“ spielen würde.
Ich verfluchte den Blog, in dem ich kürzlich die Qualität von Aldi-Bällen in Frage stellte. Damit war ihm also nicht mehr zu kommen. Nein, es musste Titleist sein.
Ein zähes Ringen begann in meinem Geiste. Ich habe nur noch zwei Dutzend Titleist NXT im Regal, die ich, wenn es denn schon so früh sein müsste, mit ins Grab zu nehmen gedachte. Es mag sein, dass sich niemand von meinen Leser daran entsinnen mag, was Don Juan stets Castaneda zuflüsterte, nämlich dass der Tod immer hinter der linken Schulter lauert, aber ich bin mir dessen durchaus bewusst. Nach zwei Wochen Pletsch-Mast, in denen ich meine Cholesterin-Werte in schwindelnde Höhen trieb, fand die mehrfach angekündigte Lesung mit Vernissage im Golfpark Winnerod statt.
Es war ein schöner Abend mit vielen Gästen aus Nah und Fern und zwei Kameras zeichneten auf. Nachdem ich die Aufzeichnungen ansehen musste, wurde mir bewusst, dass ich, wenn ich so weiter mache, demnächst in der Gewichtsklasse John Daly / Mark Calcavecchia spiele, nur mit dem Problem, dass meine Drives bei gleichem Bauchumfang etwas 100 Meter kürzer wären und der Tod durch Platzen jederzeit eintreten könnte.
Deshalb denke ich, ohne morbid klingen zu wollen, über die alte Tradition der Grab-Beigaben nach. Wenn ich mir überlege, was ich in meiner Kiste haben möchte, dann fallen mir sofort die üblichen buddhistischen Utensilien ein, z.B. meine Ess-Schale, mein tibetischer Trinkbecher, meine Perlenschnur, mein Tuch, aber auch mein uralter Acushnet-Putter (denn im Jenseits gibt es keinen Yips!), Alex Mitchell (mein Persimmon-Holz 4) und diese zwei Dutzend Titleist NXT, die meiner Ansicht nach vollkommen für eine Wanderung zwischen den Bardos ausreichen dürften.
Aber - pietätlos wie er ist - will Karsten meine letzten Titleist-Bälle. Na gut. Die soll er haben, denn das Ergebnis seiner Arbeit hat mich mit neuer Lebenskraft erfüllt und ich hoffe, dass Ihnen /Euch der/das neue Blog gefällt.
Die alte Adresse auf blogger.com wird demnächst abgeschaltet und ich bitte alle Freunde, die meine Texte auf ihren Webseiten verlinkt haben, die Adresse zu ändern. Ich wäre sehr dankbar, wenn ich bei der Gelegenheit ein kurzes Feedback bekäme, wer mich wo verlinkt hat. Diese Seiten werde ich auf Cybergolf demnächst in einer eigenen Rubrik vorstellen. Soviel so den aktuellen Ereignissen.
Ich wünsche Euch / Ihnen eine schöne Woche
Eugen Pletsch
PS: Werbeblog
Sollten Sie anlässlich einer Veranstaltung in Ihrem Club noch einen Vorleser für die Verdauungsphase nach dem Essen brauchen: Ich lese gerne und zu moderaten Konditionen, wobei das mit einer Ausstellung der Golf Art Edition von Klaus Holitzka verbunden sein kann, oder ohne. Erweiterte Unterlagen, z.B. eine Demo-DVD, sind in Arbeit und können angefragt werden. Wenn Sie reinen, puren Kunstgenuss ohne lange Worte erleben möchten, können Sie natürlich auch nur Klaus Holitzka für eine Ausstellung buchen. Aber ich denke, dann wäre ich etwas traurig.


