Über Depression und Menschenfreundlichkeit

Zu meinem Blog der letzten Woche „Was war da nur in Hamburg los?“ schrieb Chr. Bittner: „Ja, Meister Pletsch, schon bei dem “Weg der weißen Kugel” war mir klar: Sie sind kein Menschenfreund. Als Imitator von Updike fehlt Ihnen diesbezüglich viel. Sie sind also unser aller Downdike.“
Leider hat der Absender keine Mailadresse hinterlassen, denn ich habe den Brief nicht verstanden und hätte mich über eine etwas ausführlichere Argumentation gefreut. Wessen Downdyke bin ich? Unser aller? Aller Golfer? DGV? Graugolfer? Schwarzer Block Hamburg? Die vereinigten Fairway-Mutanten? Für wen sprechen Sie?
Jeder Vergleich eines Online-Hackers mit dem großen John Updike, auch wenn es ein Uppercut sein soll, ist zu viel der Ehre, aber ich müsste Updykes Buch „Golfträume“ wirklich endlich mal lesen, damit ich weiß, wo die literarische Latte meiner Blog-Besucher liegt. Ich kenne von Updike bisher nur einzelne Texte, aber ich werde es nachholen – versprochen – damit die Bittner-Kritik auch in ganzer Schärfe trifft.
Vielleicht bin ich bei den Recherchen zur Gen-Kontamination durch die MONSANTO-Gangster nur etwas hysterisch geworden? Im neuen Doccheck Newsletter lese ich, dass sich der moderne Mensch um alles sorgt: Genfood, Globalisierung, Gesundheitskarte - und natürlich auch sein Golfspiel, was da aber nicht erwähnt wird.
Philipp Grätzel von Grätz schreibt: “Mitunter schlägt die Sorge um ins Pathologische. Für Psychiater sind Angsterkrankungen die Hysterie des 21. Jahrhunderts. In der Schweiz will eine 20-Jahre-Studie jetzt die Ursachen von Angst und Depression erforschen - ein Framingham-Projekt der Psyche. Die Experten sind sich einig: Die Prävalenz psychischer Erkrankungen nimmt rapide zu. Vor allem Angsterkrankungen und die Depression nehmen zumindest in einigen Teilen der Gesellschaft epidemische Ausmaße an. Die Weltgesundheitsorganisation WHO rechnet damit, dass die unipolare Depression bis zum Jahr 2020 die wichtigste einzelne Ursache krankheitsbedingter Belastungen sein wird. Dass gegen Angsterkrankungen und Depression kein Kraut gewachsen sei, ist eines der Vorurteile, mit denen die Psychiatrie zu kämpfen hat. Dass die Betroffenen an ihren Problemen selbst schuld seien, ist ein weiteres.”
Damit wären wir wieder bei meinem neuen Werk “GOLFGAGA - der Fluch der weißen Kugel“, das im September im KOSMOS Verlag erscheinen wird. Der “heitere Roman (!) für Depressive” ist (hoffentlich) ein Leckerbissen für alle Downdyker, denn das Buch wurde in der ersten golfpsychiatrischen Abteilung einer Suchtklinik geschrieben, sozusagen life vom Leberwickel.
GOLFGAGA handelt von Angst, denn Angst und Depressionen haben rasant zugenommen, besonders bei Golfern – egal, ob sie den 1. Abschlag eines Pro/AMs oder Schlangen in der Höhle des DVG fürchten. GOLFGAGA ist eine sanfte Alternative zum zunehmenden Medikamentenkonsum depressiv gestimmter Golfer. Als ich den KOSMOS Verlag überredete, GOLFGAGA zu veröffentlichen, war mein überzeugendes Argument bei einer Präsentation, dass 64% aller Golfer, besondern nach Turnieren unter depressiven Verstimmungen leiden: “In Deutschland gibt es mehr als eine halbe Million Golfer” fabulierte ich, “und dazu noch Millionen Graugolfer, After Work-Golfer, Cross-Golfer und Ehepaarvierer, die glauben, sie würden Golf spielen. Wenn nur 40 % dieser zum Teil schwerst depressiven Menschen das Buch kaufen würden …”
Das genügte. KOSMOS entschloss sich erstmals in der 200jährigen Verlagsgeschichte die Polstergarnitur im Empfangsraum zu erneuern und meinem Redakteur wurde ein Maserati bestellt. Ich bekomme ein neues Fahrrad.
Zurück nach Hamburg, wo nicht alles so schwarz ist, wie mein neues T-Shirt von den Natural Born Golfers. Im Juli 2007 ist meine Lieblingssängerin, die buddhistische Nonne Ani Choying in Hamburg und wird im Rahmen des “Tibet Filmfestivals” im Abaton zu hören sein. Weitere Konzerte sind in der Planung. Mehr Informationen auf der deutschen Homepage von Ani. Sie ist auch auf dem kürzlich erschienen HESSE PROJEKT meiner Freunde Angelika Fleer und Richard Schönherz zu hören. Das Komponistenpaar hat mit dem “RILKE PROJEKT” bereits drei CDs veröffentlicht, auf denen einige der bekanntesten deutschsprachigen Künstler Gedichte zu der Musik von Schönherz und Fleer.
Seit mich Chr. Bittner auf meine Menschenunfreundlichkeit ansprach, bemühe ich mich, stets Gutes zu tun. Als Erstes habe ich mit dem Golfspiel aufgehört, da ich dabei immer am Unfreundlichsten bin. Während ich so zu Hause sitze, überlege ich, wie ich Menschen glücklich machen kann. Die meisten Menschen sind einsam. Was glaubt Ihr denn, wer an einem so schönen Tag am PC sitzt und einen Blog schreibt? Das sind zutiefst einsame Menschen, die z.B. kein Golf mehr spielen, weil sie z.B. keinen Führerschein mehr haben, weil sie z.B. mit ihrem uralten Mondeo angeblich zu schnell gefahren sind. Solche Menschen haben keine Freunde, weil sie immer unfreundlich waren. Also dürfen sie sich nicht wundern, wenn sie niemand auf eine Runde Golf abholt. Aber jetzt gibt es eine Alternative zum Golfsport:
LIEBE! All you need is love!
Ich habe bereits anklingen lassen, dass es sich bei GOLFGAGA auch um eine zarte Liebesgeschichte handelt und in der Tat: Selbst Jungsenioren erinnern sich an lauen Sommerabenden noch der einstigen Freuden, die einst die Liebe bot, bevor sie zur Beziehung wurde.
Sollten Sie auch einsam und alleine im Topfbunker Ihrer Gefühle sitzen und nicht wissen, wie Sie da rauskommen, kann Ihnen geholfen werden. Finden Sie einen Menschen, der Sie erträgt! Gute Chancen dafür bietet Elite Partner, die Adresse für Singles mit Niveau. Cybergolfer erhalten ein vierzehntägiges, kostenloses Schnupperangebot!

Werden Sie fündig!

Ihr
Eugen Pletsch