Rundgang auf der Rheingolf.
War es das Spritgeld wert nach Köln zu fahren? Klare Antwort: JA! Ich habe sogar noch eine Übernachtung drangehängt, was für mich in jeder Hinsicht eine exorbitante Belastung ist, aber ich habe mich am Samstag derart festgebabbelt, dass ich Sonntag nacharbeiten musste.
Die Erfolgzahlen der Messe entnehmen Sie der Rheingolf- Website, nur so viel vorab: Am Sonntag um 10 Uhr standen lange Besucherschlangen vor dem Eingang. Die Riesenstände der Golfdiscounter waren brechend voll, Preis- Schnäppchen und Kauflust allerorten. Driver in bunten Blumensträußen, alles was Hackers Herz begehrt, denn der Schläger vom Vorjahr ist für die meisten Spieler noch für Jahre vollkommen ausreichend. Der Trend bei den Schlägern geht allgemein zu noch mehr HighTec und Hässlichkeit. Klar: Titleist bleibt klassisch. Honma hat als einzige Firma noch Persimmons am Stand. Der Yonex Cyberstar Nanospeed Driver ist der einzige Schläger, mit dem ich ein paar Schläge ausprobierte. Gefiel mir!
Am PLOCK! Stand lernte ich den Chefredakteur der neuen Golfzeitung, Thomas Lötz, kennen, der verspricht, dass Golf anders wird. Ich steckte zwei Hefte ein, um mich überzeugen zu lassen. Frank Pyko schloss sich unserem Gespräch an und dann wanderten wir weiter.
Frank stellte mir Axel Schümann (GAME) vor, mit dem ich seit fast zwei Jahren korrespondiere. Mit seinem Partner stellte auf auf der Rheingolf erstmals sein neues Projekt “just golf“ vor, eine neue, interessante Vorteilskarte für Golfer. Beim Segafredo an der Premiere-Bühne (wo ziemlich unangenehm rumgesülzt wurde) traf ich dann Helmut Zerlett. Ich drückte ihm die Postkarte mit dem Golfmichel von meinem Buchcover in die Hand und bot ihm die Hauptrolle im Film an.
GermanIndoorGolf hatten wir dieser Tage schon auf Cybergolf neu verlinkt. Axel Schümann stellte mir Horst Rosenkranz vor, der die Anlage in Troisdorf betreibt und auch den Vertrieb von Science & Motion, der führenden Puttanalysesoftware übernommen hat. Ich suchte einen Elektrocaddy und fand Carbon Functions”Mantis” WOW!
Ansonsten: Spruch des Tages (kannte ich zumindest noch nicht): Oskar Brunnthaler (Golftime) über einen Spetzl in Sepplhosen, den ich als Österreicher ansprach: „Des is a Bayer! Der wär´ gern ein Österreicher g´worden, aber er hat den Cut nicht g´schafft!“
Peinlichstes Marketing: Das großformatige Poster von B. Littis „Handicap im Kopf“ am Stand des Golfhotels Fahrenbach mit dem Untertitel: “Von Heiner Lauterbach gelesen!“ Oha! Heiner Lauterbach kann lesen! Soll das heißen, dass es im Puff Leselämpchen gibt? Dass der alte Fahrenbach, eine Figur aus dem „Weg der weißen Kugel“, jetzt ein Hotel hat, wusste ich auch nicht.
Adressen, die mir als interessant, schön, preiswert oder sonst wie, auffielen:
„Hotels on the green“ (Österreich überregional) und der Golfclub Ampflwang, der Zeit für Gefühle verspricht. Geheimtipp Kaiserwinkl: Thomas Schönwalder verspricht den Himmel auf Erden! Überhaupt – die Österreicher! Die Brotzeit am Gemeinschaftsstand war wieder mal lebensrettend. Danke, Herr Furtner! Die vier Säulen des vollendeten Golfvergnügens stehen im Salzkammergut und das dortige Golfhotel bietet drei Übernachtungen und vier Greenfees mit einem Dinner für 275.- Eupen, worüber man wirklich nicht meckern kann.
Heimat-Tipps:
WINSTONgolf vor der Ostseeküste, wirbt mit einer traumhaften Landschaft. Paul Gremmelspacher vom Öschberghof schwärmt von dem neuen Wellness- Bereich, der im Sommer fertig wird und lässt Oliver Heuler grüßen! Das Schlosshotel Münchhausen inspirierte mich zu einer Lesung - wo könnte ich meine Lügengeschichten besser auftischen?
Leadinggolfhotels, vertreten durch Uwe Bindhardt, war ein wohltuend freundlicher Kontrast zu den Snobs am Stand der Leadinggolfcourses. Die Golfregion Nordwest hat sich eine Nordseecard ausgedacht, fünf mal Greenfee auf 17 Golfplätzen für nur 129.-€
Nur die Luxusliner, die mit Kreuzfahrten warben und der Möglichkeit, Delphinen den Ball direkt in den Magen zu schlagen, haben mich nicht die Bohne interessiert. Aber die Herman van Veen Stiftung, die sich auf sympathische Weise für das Alfred J.Kwak- Haus engagiert, ein Projekt, dass ich Ihrem guten Herzen Nahe legen möchte.
Am Sonntag lernte ich Eric Grandison kennen, der eine Golfschule in Schottland hat und sehr aktiv Reisegruppen nach Schottland führt und betreut. Sein Prospekt ist in deutscher Sprache, seine Angebote sehen ausgezeichnet aus und der Whiskey an seinem Stand war eine Versuchung, der ich letztendlich widerstand.
Last but not least: das Top-Angebot, das ich auch schon auf der Startseite vorgestellt habe: Il Pelagone, mein Lieblingsgolfclub in der Toscana (siehe auch mein Bericht im Cybergolf-Archiv) bietet eine Schnupperwoche zum Hammerpreis: Flug, eine Woche Golf, schicke Bude und Halbpension. Was das heißt, kann nur der ermessen, der die dortige Küche kennt, die gerade wieder prämiert wurde!
Die Rheingolf entwickelt sich immer mehr zu einem must für kundenorientierte Aussteller und für Besucher, die sich zu Beginn der Golfsaison kostengünstig eindecken und die vielen Golfurlaubsangebote in einem Rundgang vergleichen möchten.
Eugen Pletsch
P.S.: Ja, die Leitung steht wieder. Ich bin von 1&1 zu T-Com gewechselt, denn es gab dort ein Gratis- T- Shirt der Fussballnationalmannschaft.


