Wie aktuell ist GOLFaktuell?

Vermutlich kennen Sie diese PR- und Anzeigenblätter, die auf den Tresen der Clubs liegen, bis die Sekretärin sie entsorgt? Genau. Eines davon heißt GOLFaktuell.
Natürlich bemühen wir uns eher um Fachliteratur, aber manchmal blättert man doch rein. Und was sehen wir?
Chefredakteur Fred, König von GOLFaktuell, hat endlich entdeckt, dass es ein Golfforum gibt. „Schon mal von Golfforum.de gehört“ fragt er seine Leser genüsslich.
Die dürften vermutlich verneinen. Wer im Heft blättert, sieht auch sofort, warum – und ich spiele jetzt nicht auf den hohen Blondinenfaktor an und auch nicht auf den Adels-Auftrieb im Impressum.
Nein – das Golfforum hat schlicht und einfach nicht so schöne, bunte Bilder. Es sind keine Herren aus der Wirtschaft abgebildet, geschweige denn der Hofstaat des Kaisers.
Im Golfforum steht auch nichts von den herrlichen Galas, bei denen man armen Kindern vom Käfer- Buffet her zuprostet und hofft, dass die Leiden der Welt nach einer Spende und dem 3. Glas Veuve vergessen sind. Es gibt auch keine schicken Uhren im Golfforum, geschweige denn 8 – Zylinder Autos.
Also nichts für Leser, deren „Objekt der Begierde“ mehr die „perfekte Symbiose aus Lebensgenuss und exzellentem Wertschöpfungspotential“ ist, wie das eine Anzeige so treffend formuliert.

Chefredakteur Fred König hat offensichtlich nicht verkraftet, dass die größte Golfdiskussion deutscher Sprache ohne ihn stattfand und er nicht das „Privileg genießen konnte, dabei zu sein.“ (Ich zitiere immer noch aus einer Anzeige in GOLFaktuell, die für Kapitalanlagemöglichkeiten in einem Land wirbt, das seinen Bürgern „eine Politik der Sicherheit“ schenkt und keine „Steuern abverlangt“. Also Dubai, wo ein König noch ein König ist und man einem Meckerer wie Heuler längst den Schwung mit der Nilpferdpeitsche beigebracht hätte.)

In Fred Königs Glosse „Ein echter Heuler“ wird ein Artikel von Oliver Heuler vorgeführt, der in dem von Heuler gegründeten „Golfforum“ eine gewaltige Resonanz hatte.
Leadbetter in Seddin hat bis dato 35260 Seitenaufrufe und 373 Beiträge. Das ist hierzulande einmalig. Aber offensichtlich war Fred König diese größte Golf – Online – Diskussion nicht bekannt.
Das dürfen wir ihm nicht vorwerfen, denn vielleicht machte er damals gerade seine „Platzreife für Oberösterreich“ auf einer „Golfsafari im Mühlviertel“ – wer weiß.
Und: er ist damit nicht allein. Kaum einer seiner Kollegen kennt diese Diskussion, denn sonst hätte ja mal irgendeine Golfzeitung darüber berichtet. Oder es war nicht wichtig genug.
Denn so eine Diskussion bringt keine bunten Anzeigen ins Blatt. Offensichtlich sind Golfredakteure mehr mit sich, dem Kaiserwetter in Kitzbühel und dem „maßgeschneiderten Konzept einer Bandscheibenprothese“ beschäftigt.
Das braucht Heuler nicht. Seine Zahlen stärken ihm den Rücken.
Während die Provinzfürsten in den Golfredaktionen verzweifelt um Leser kämpfen und ihre Hefte dafür verschenken müssen, stimmt das gemeine Volk per Mausklick ab.
Um mal ein paar Zahlen vom Golfforum zu nennen – für Fred und alle, die es nicht wissen:
In den letzten drei Jahren hatte Oliver Heulers Webseite 8,3 Millionen Aufrufe. Das sind ca. 6000 Aufrufe pro Tag, allein im Forum. Hinzu kommen noch ein paar Tausend täglich auf den redaktionellen Seiten.
Die Ausgründung „Spicygolfforum“ hat zusätzlich 15.000 Aufrufe pro Tag.
Es gibt 5000 angemeldete User, darunter 250 Golflehrer.
Nur mal so und fürs Gleichgewicht der Dinge. Vielleicht auch für die Marketingleiter vieler Unternehmen, die sich immer noch an der Nase herumführen lassen. Der kaufkräftige Golfer, das scheue Reh, orientiert sich nur bedingt an flachen PR- Artikeln bunter Anzeigenblätter. Darüber bald mehr an dieser Stelle.

Zurück zu Fred: dem fällt also auf, dass ein deutscher Golflehrer vor Monaten wagte, an der Regentschaft seiner durchlauchtigsten Hoheit, dem Kaiser David Leadbetter, leise Kritik anzumelden.
Da selbst König, muss man reagieren, wenn der Pöbel aufbegehrt, oder? Richtig.
Ergo schrieb Fred ein Traktat, das außer ihm wohl keiner so richtig versteht, in dem er uns aber – falls wir “mal herzlich lachen wollen“ – auf das Golfforum verweist. Das hat er nett gemeint. Man sieht förmlich, wie die ergrauten Hamsterbäckchen vor Lachen prusten.
Ich weiß nur nicht warum. Weil da einer aus dem Volke den Kaiser bei der Arbeit sieht und sagt: „Aber der hat ja gar nichts an?“
Ich habe seinerzeit versucht, das Thema zu recherchieren und habe dann darüber einen längeren Artikel geschrieben. Der ist zwar lustig, aber ich fürchte, wenn Fred König den liest, dann hat er nichts zu lachen. Denn in meiner Geschichte „Von Gurus, Pandits und Schamanen“ beweise ich nicht nur, das Heuler etwas kompetenter ist als – sagen wir – Fred König, sondern ich erkläre auch, dass ein gutes Stück Heuler aus Software besteht, mit denen bekannte Lehrer wie zum Beispiel Hank Haney bekannte Spieler wie zum Beispiel Tiger Woods trainieren.
Und was denen billig ist, sollte doch auch einem Fred König recht sein, oder?
Also lies mal rein, Fred und dann zurück auf die Alm von Bad Ischl, um mit den Trachten-Golfern bei Kaiserambiente und Kaiserbier das Kaiserwetter zu genießen.

Eugen Pletsch

P.S. Bei alledem ging es um eine Einladung Leadbetters zur World Teaching Konferenz im Oktober 2005 in München, zu der Leadbetter zugesagt hatte. Nach dem Disput zog Leadbetter seine Zusage beleidigt zurück. Nachdem Heuler von allen PGA-Ämtern und Gremien zurück trat, um den Weg für Leadbetter frei zu machen, war der bereit, als Flagschiff golferischer Kompetenz in den Ring von München zu steigen.
Dieser Tage hat Leadbetter der PGA kurzfristig abgesagt, was nichts mit Heuler zu tun hat.